Die Vereinigten Staaten zeigen sich besorgt über die aktuelle Lage ihrer Industrie. Um kurzfristige Investitionen zu fördern, wird der Import von Produkten aus Aluminium, Eisen und Kupfer nun zu niedrigeren Zollgebühren ermöglicht.
US-Präsident Donald Trump hat eine Verordnung zur Anpassung der Zölle auf bestimmte Importe von Kupfer, Aluminium und Eisen unterzeichnet, wie das Weiße Haus mitteilte. Demnach werden die Zölle auf einige landwirtschaftliche Geräte von 25 auf 15 Prozent gesenkt. Für bewegliche Industrieausrüstungen wie Bulldozer und Gabelstapler gilt künftig ein Zollsatz von 15 Prozent, sofern sie aus bestimmten Ländern mit Handelsabkommen stammen, die für diese Regelung in Frage kommen.
Zusätzlich können ausländische Unternehmen einen ermäßigten Zollsatz von zehn Prozent erhalten, wenn mindestens 85 Prozent des Gewichts ihrer Waren aus in den USA hergestelltem Stahl oder Aluminium bestehen. Diese Änderungen sollen bis zum 31. Dezember 2027 in Kraft bleiben, um die industrielle Basis der USA zu revitalisieren und gleichzeitig „Bedrohungen der nationalen Sicherheit wirksamer zu begegnen“, so die Mitteilung des Weißen Hauses.
Preisanstieg auf dem Metallmarkt
In Reaktion auf die Ankündigung stiegen die Preise für Kupfer und Aluminium im frühen asiatischen Handel. Analysten von ANZ Research berichteten, dass auch der Preis für Kupfer in den USA wieder anstieg. „Dies könnte zu einem erneuten Zufluss des Metalls in die US-Häfen führen, insbesondere wenn sich die angebotsseitigen Probleme auf dem Markt häufen“, fügten sie hinzu. Der Dreimonatskontrakt für Kupfer an der London Metal Exchange (LME) stieg um 0,3 Prozent auf 13.877,00 US-Dollar je Tonne, während Aluminium um 1,1 Prozent höher notiert wurde.
Die Maßnahmen der US-Regierung zielen darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie zu stärken und die Abhängigkeit von ausländischen Metallimporten zu verringern. Dies geschieht in einem Kontext, in dem EU-Bürger wachsende Skepsis gegenüber den USA zeigen und mehr Eigenständigkeit fordern.
Ein weiterer Aspekt, der in diesem Zusammenhang betrachtet werden sollte, ist, ob der genehmigte Industriestrompreis Deutschlands Industrie vor Abwanderung schützen kann, da die globalen Märkte zunehmend miteinander verflochten sind.
Zusätzlich stehen finanzielle Anpassungen im Mai 2026 im Fokus, die Beamte, Steuern und Renten betreffen.
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Quellen: n-tv