Der Non-Food-Discounter Mäc Geiz befindet sich in einer finanziellen Krise. Die Mäc Geiz Handelsgesellschaft mbH hat beim Amtsgericht Halle (Saale) einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung eingereicht. Diese Information wurde auf der offiziellen Plattform Insolvenzbekanntmachungen.de veröffentlicht. Auch die MTH Retail Services (Germany) GmbH, die für die Verwaltung zuständig ist, ist von diesem Schritt betroffen.
Fortführung des Geschäftsbetriebs
Trotz der Insolvenzpläne soll der Betrieb in den rund 180 Filialen vorerst aufrechterhalten werden. Das Unternehmen erklärte, dass es notwendig sei, sich aufgrund der herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend neu aufzustellen. Dies könnte auch Filialschließungen zur Folge haben. Alle Standorte werden hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Lage und Rentabilität überprüft. Welche Filialen konkret betroffen sein werden, ist derzeit noch unklar. Die Mitarbeiter sollen für einen Zeitraum von drei Monaten Insolvenzgeld erhalten.
Hintergründe der Insolvenz
Mäc Geiz hat seinen Sitz in Landsberg, Sachsen-Anhalt, und betreibt die meisten seiner Filialen in Ostdeutschland. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben etwa 1.200 Mitarbeiter und bietet eine Vielzahl von Produkten des täglichen Bedarfs an, darunter Haushaltswaren, Drogerieartikel und Schreibwaren. In diesem Segment konkurriert Mäc Geiz unter anderem mit Anbietern wie Action, Tedi und Woolworth.
Die Gründe für den Insolvenzantrag sind vielfältig. Das Unternehmen führt die anhaltende Konsumzurückhaltung der Verbraucher, steigende Lebenshaltungskosten und wirtschaftliche Unsicherheiten an. Zudem wurde die Kündigung der Warenkreditversicherung als weiterer Faktor genannt. Erst kürzlich wechselte das Unternehmen den Besitzer; die Kodi Beteiligungs GmbH, zu der auch der Discounter Kodi gehört, übernahm die Kette.
Quellen: rbb24, ariva
Bildquelle: Sebastian Rittau via Wikimedia Commons (CC0)