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Erneuerung im Strommarkt: Deutschland meldet wieder Nettoexporte

Deutschland hat im ersten Quartal 2026 erstmals seit 2023 wieder mehr Strom exportiert als importiert. Hauptgrund sind fallende Großhandelspreise, die internationale Abnehmer anziehen.

Erneuerung im Strommarkt: Deutschland meldet wieder Nettoexporte
depositphotos

Deutschland verzeichnet im ersten Quartal 2026 wieder Stromüberschuss im Export

18.05.2026, 10:36 Uhr

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Im ersten Quartal des Jahres 2026 hat Deutschland erneut mehr Strom exportiert als importiert. Laut Angaben der Bundesnetzagentur wurden von Januar bis März 17,9 Terawattstunden ins Ausland geliefert, während die Importe bei 15,3 Terawattstunden lagen. Dies markiert den ersten Nettoexport seit dem vierten Quartal 2023, nachdem im ersten Quartal 2025 noch ein Importüberschuss von 4,0 Terawattstunden verzeichnet wurde.

Die Bundesnetzagentur führt diesen positiven Trend auf die gesunkenen Großhandelspreise in Deutschland zurück, die im Vergleich zu den meisten Nachbarländern stärker gefallen sind.

„Somit war es für Stromversorger in diesen Ländern häufiger finanziell sinnvoll, Strom von deutschen Erzeugern einzukaufen,“

erklärte die Behörde. Umgekehrt habe es für deutsche Anbieter seltener einen Anreiz gegeben, Strom aus dem Ausland zu beziehen.

Strommix und Erneuerbare Energien

In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 wurden in Deutschland insgesamt 177 Terawattstunden Strom erzeugt, wovon 161 Terawattstunden ins öffentliche Netz eingespeist wurden. Der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix liegt bei 57,5 Prozent. Der größte Teil der deutschen Stromexporte stammte aus Windkraft, die 57,1 Prozent der Exporte ausmachte. Bei den Importen stieg der Anteil erneuerbarer Energien auf 50,2 Prozent.

„Kernenergie machte erneut den größten Anteil der einzelnen Energieträger aus,“

so die Bundesnetzagentur.

Im ersten Quartal 2026 war Österreich der größte Abnehmer deutscher Stromexporte, gefolgt von Dänemark und Norwegen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sanken die Exporte nach Frankreich jedoch um etwa die Hälfte. Dies zeigt, dass sich die Handelsströme in der Region dynamisch entwickeln und von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden. Die aktuellen Entwicklungen im Solarstrombereich könnten ebenfalls einen Einfluss auf die zukünftigen Handelsströme haben.

Ausblick auf die Energiewende

Die Entwicklung der Stromexporte und -importe ist ein Indikator für die Fortschritte der Energiewende in Deutschland. Das Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 einen Anteil von 80 Prozent erneuerbarer Energien am Strommix zu erreichen. Der kontinuierliche Rückgang des Anteils fossiler Brennstoffe und der Ausstieg aus der Atomenergie seit 2024 unterstreichen die Bemühungen, eine nachhaltige und umweltfreundliche Energieversorgung zu etablieren. Könnte der genehmigte Industriestrompreis Deutschlands Industrie vor Abwanderung schützen?

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Deutschland auf einem guten Weg ist, seine Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien zu erreichen und gleichzeitig als Stromexporteur in der Region zu agieren. Neue Entwicklungen im Gasmarkt könnten ebenfalls die zukünftige Energieversorgung beeinflussen.

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Quellen: n-tv, strom-report, boersen-kurier

Bildquelle: depositphotos

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