Der britische Ölkonzern BP hat im ersten Quartal des Jahres 2026 beeindruckende Ergebnisse erzielt, die die Erwartungen der Analysten übertreffen. Während die Autofahrer an den Tankstellen mit steigenden Preisen konfrontiert sind, herrscht in der Unternehmenszentrale von BP eine positive Stimmung.
Das bereinigte Ergebnis des Unternehmens belief sich auf 3,2 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro), was einen Anstieg im Vergleich zu 1,38 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum darstellt. Analysten hatten lediglich mit einem Gewinn von 2,67 Milliarden Dollar gerechnet.
Der Gewinn wurde vor allem durch das Kunden- und Produktgeschäft sowie den Ölhandel getragen, der mit einem Vorsteuergewinn von 3,2 Milliarden Dollar die Schätzungen von 2,5 Milliarden Dollar deutlich übertraf. Die geopolitischen Spannungen, insbesondere der Iran-Krieg und die Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus, haben die Öllieferungen beeinträchtigt und die Benzinpreise in die Höhe getrieben.
BP konnte jedoch durch eine erhöhte Ölproduktion im Golf von Mexiko die Störungen im Nahen Osten ausgleichen. Das Unternehmen betreibt in der Region vergleichsweise kleinere Anlagen und ist daher weniger von den kriegsbedingten Produktionskürzungen betroffen als einige Wettbewerber.
Dennoch blieben die Ergebnisse in den Bereichen Gas und kohlenstoffarme Energien sowie Ölförderung hinter den Erwartungen zurück. Die Nettoverschuldung von BP stieg auf 25,3 Milliarden Dollar, verglichen mit gut 22 Milliarden Dollar im Vorquartal. Die neue Konzernchefin Meg O’Neill äußerte sich optimistisch: „Wir sind auf dem richtigen Weg“, fügte jedoch hinzu, dass sie für das laufende Jahr mit einer geringeren Förderung aufgrund der Auswirkungen des Nahost-Konflikts rechne. Zudem würden die Kraftstoffmargen weiterhin stark von den Lieferkosten und der geopolitischen Lage im Nahen Osten abhängen. Die EU steht vor Herausforderungen, die sich aus diesen Entwicklungen ergeben.