Der Buckelwal, der vor zwei Wochen ins offene Meer entlassen wurde, bleibt seitdem unauffindbar. Dänische Behörden haben nun die Sichtung eines toten Wals bestätigt. Alle aktuellen Entwicklungen werden im Newsblog festgehalten.
Wal-Experte: Strömung könnte Timmy vor die Insel getrieben haben
Professor Peter Teglberg Madsen, ein renommierter Wal-Experte, äußerte die Vermutung, dass es sich bei dem toten Wal um den vermissten Timmy handeln könnte. In einem Interview mit einem dänischen Sender erklärte er, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass es sich um dasselbe Tier handelt. Madsen vermutet, dass Timmy bereits vor einiger Zeit gestorben ist und durch die Strömung vor die Insel Anholt getrieben wurde.
Umweltminister Till Backhaus äußert sich zur Situation
Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus, hat in einer Pressemitteilung Stellung zu dem gestrandeten Wal genommen. Er betonte, dass sein Ministerium in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium und der dänischen Umweltbehörde stehe, um herauszufinden, ob es sich bei dem toten Wal um das Tier handelt, das zuvor mehrfach in der Wismarbucht gestrandet war. Backhaus warnte jedoch vor schnellen Spekulationen und riet davon ab, in sozialen Medien Verschwörungstheorien zu verbreiten. Weitere Informationen zu ähnlichen Vorfällen finden Sie in unserem Artikel über die Gefahren von Wespen und Bienen.
Entfernung zur Freisetzungsstelle
Die dänische Insel Anholt liegt nur 200 Kilometer von dem Punkt entfernt, an dem Buckelwal Timmy am 2. Mai freigelassen wurde. Sollte es sich tatsächlich um Timmy handeln, wäre das Tier in die Richtung Ostsee geschwommen, wo es Ende März zum ersten Mal gestrandet war. Experten hatten zuvor die Rettungsversuche als aussichtslos bezeichnet, doch Backhaus gab am 15. April überraschend grünes Licht für einen weiteren Versuch.
Identifizierung des toten Wals
Morten Abildstrøm, ein Mitarbeiter der Naturbehörde auf Anholt, äußerte, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass der tote Wal Timmy sei. Er erklärte, dass sowohl deutsche als auch dänische Forscher diese Annahme unterstützen. Um diese Theorie zu bestätigen oder zu widerlegen, sollen Gewebeproben entnommen werden. Abildstrøm erläuterte, dass ein Stück des Gewebes entnommen und in kleinere Teile aufgeteilt wird, die dann sowohl in Deutschland als auch in Dänemark untersucht werden. Ähnliche Fälle wurden auch in der Vergangenheit dokumentiert, wie etwa die Suche nach vermissten Personen.
Unklarheit über die Identifizierung
Ob ein Vertreter des Umweltministeriums oder sogar Minister Backhaus selbst zur Insel Anholt reisen wird, ist noch unklar. Ein Sprecher des Ministeriums äußerte, dass eine schnelle Identifizierung des Wals nicht zu erwarten sei. „Ich gehe davon aus, dass am Vormittag das Rätsel noch nicht gelöst wird“, sagte der Sprecher.
Fotos zur Identifizierung
Um festzustellen, ob es sich bei dem in Dänemark gefundenen Wal um Timmy handelt, könnten theoretisch auch Fotos hilfreich sein. Laut der Rettungsinitiative wurde ein Foto von der Fluke, der großen Schwanzflosse des Wals, gemacht, das in eine Datenbank eingehen soll. Diese Information wurde jedoch nicht von unabhängigen Quellen bestätigt. Neben dem Foto könnten auch auffällige Merkmale wie Narbenmuster zur Identifizierung des Wals dienen.
Gewebeprobe soll entnommen werden
Im Laufe des Tages soll, laut dänischen Medien, eine Gewebeprobe von dem toten Wal entnommen werden. Dies ist jedoch nur bei Niedrigwasser möglich. Aufgrund der Gase, die sich im Kadaver bilden können, besteht die Gefahr einer Explosion, wie in einem Bericht einer dänischen Boulevardzeitung erwähnt wird.
Vermutete Größe des Wals
Nach Einschätzung eines örtlichen Naturaufsehers handelt es sich bei dem gesichteten Wal vermutlich um einen Buckelwal mit einer geschätzten Länge von 10 bis 15 Metern. Auch Buckelwal Timmy wurde von Experten auf etwa zwölf Meter geschätzt. Ein tragisches Beispiel für solche Vorfälle ist das Tauchunglück auf den Malediven.
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Quellen: t-online, Tagesspiegel