Eine neue Betrugsmasche bei PayPal sorgt für Besorgnis: Kriminelle nutzen authentische E-Mails des Zahlungsdienstleisters, um ahnungslose Nutzer in die Falle zu locken. Diese Betrugsstrategie ist so ausgeklügelt, dass selbst erfahrene PayPal-Anwender leicht getäuscht werden können.
Die Angriffe basieren auf echten Zahlungsbestätigungen von PayPal, was die Nachrichten äußerst glaubwürdig erscheinen lässt. Absenderadresse, Layout und Design sind korrekt, jedoch wird der Betreff der E-Mail manipuliert.
Manipulierte Betreffzeilen als Köder
Um diese Masche durchzuführen, lösen die Betrüger laut Experten von „Malwarebytes“ den Versand echter PayPal-Mails aus. Hierfür überweisen sie einen minimalen Betrag von einem Yen, was etwa 0,55 Cent entspricht. Dies führt zur Erstellung einer offiziellen Zahlungsbestätigung. Im Betreff der E-Mail wird jedoch eine angeblich hohe Zahlung angekündigt, und eine Telefonnummer wird angegeben, die die Empfänger bei Problemen anrufen sollen. An dieser Stelle beginnt der Betrug.
Falscher Support fordert sensible Daten
Wer die angegebene Nummer wählt, erreicht nicht den offiziellen PayPal-Kundendienst, sondern die Betrüger, die sich als Mitarbeiter des Unternehmens ausgeben. In den Gesprächen versuchen sie, Zugangsdaten zum PayPal-Konto zu erlangen oder Fernzugriff auf die Geräte der Anrufer zu erhalten. Dabei setzen sie die Anrufer unter Druck und erzeugen ein Gefühl der Dringlichkeit, um schnelle Entscheidungen zu erzwingen. Moderne Betrugsmaschen im Internet sind ein ernstzunehmendes Problem, das viele Verbraucher betrifft.
Hinweise zum Schutz
- Telefonnummern aus E-Mail-Betreffzeilen sollten nicht verwendet werden.
- Offizielle Kontaktinformationen sind direkt auf der PayPal-Webseite zu finden.
- Ungewöhnliche Aktivitäten im Konto sollten überprüft werden.
- Kein Fernzugriff für Dritte gewähren.
- Vorsicht bei Nachrichten, die Zeitdruck erzeugen.
Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!
Quellen: Bild
- Vorsicht: Betrügerische Mails richten sich gegen Sparkassen-Kunden
- Warum Reisende auf Mallorca vor betrügerischen QR-Codes gewarnt werden sollten
„`
Bildquelle: depositphotos