Die leeren Ränge im Stadion während des WM-Spiels zwischen Uruguay und Saudi-Arabien haben zu scharfer Kritik an der FIFA geführt. Oliver Schmidt, Kommentator des ZDF, äußerte sich während der Übertragung deutlich zu den unzureichenden Zuschauerzahlen und den hohen Ticketpreisen.
Leere Plätze und hohe Ticketpreise
Das Spiel, das am Montagabend um 17 Uhr Ortszeit in Miami begann, fand im Stadion der Miami Dolphins statt, das Platz für über 60.000 Zuschauer bietet. Kurz vor dem Anpfiff bemerkte Schmidt live im Fernsehen die leeren Plätze und sagte:
„Leider, leider, leider – das hat keine Partie bei dieser Weltmeisterschaft verdient: einige Lücken auf den Zuschauerrängen. Die FIFA bekommt die Quittung für die völlig überteuerten Tickets zu diesem Turnier.“
Fans im Fokus
Schmidt betonte die Bedeutung der Fans für den Fußball und kritisierte die FIFA scharf:
„Fußball gehört den Fans! Nur bei der FIFA haben sie gedacht, hier können sie mal so richtig abschöpfen. Vielleicht ein bisschen naiv, und trotzdem habe ich die Hoffnung, dass die leeren Plätze die Männer in den Nadelstreifen zumindest mal zum Grübeln bringen werden.“
Hintergrund der Ticketpreise
Die FIFA strebt mit den Ticketverkäufen Einnahmen zwischen 12 und 13 Milliarden Dollar an, was einen Rekord darstellen würde. Die Preise für die Tickets sind jedoch exorbitant. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur betrugen die Preise für Gruppenspiele mindestens 140 US-Dollar (rund 121 Euro). Für das Finale am 19. Juli in New Jersey wurden die teuersten Tickets zunächst für 8.680 US-Dollar angeboten, bevor sie im April auf 10.990 US-Dollar und im Mai sogar auf 32.970 US-Dollar stiegen. Diese Preispolitik könnte auch im Hinblick auf die Regelrevolution bei der Fußball-WM 2026 von Bedeutung sein.
Ausblick auf die WM
Die Kritik von Oliver Schmidt spiegelt die Unzufriedenheit vieler Fans wider, die sich die hohen Ticketpreise nicht leisten können. Dies könnte langfristige Auswirkungen auf die Zuschauerzahlen und die Atmosphäre in den Stadien haben, was die FIFA zum Nachdenken anregen sollte. Auch in Mexiko gab es bereits Proteste, wie der Polizeieinsatz mit Tränengas bei Lehrerdemonstrationen zeigt.
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Quellen: Bild
Bildquelle: MagentaTV