Der Premier-League-Klub West Ham United hat nach einer umstrittenen VAR-Entscheidung im Spiel gegen den FC Arsenal, das mit 0:1 endete, eine offizielle Erklärung gefordert. Der Tabellen-18. plant, sich an die Schiedsrichterorganisation PGMO (Professional Game Match Officials) zu wenden, um die Hintergründe der Entscheidung zu klären und den Tonmitschnitt des Gesprächs zwischen Schiedsrichter und Videoassistent anzufordern.
In der siebten Minute der Nachspielzeit erzielte Callum Wilson den vermeintlichen Ausgleich für West Ham. Dieses Tor wurde jedoch nach einem Eingreifen des VAR annulliert, da Pablo von West Ham den Arsenal-Torhüter David Raya gefoult haben soll.
Diskussionen über die strittige Szene
Die Entscheidung hat in England für erhebliche Diskussionen gesorgt. In einem ähnlichen Fall beim 3:3 zwischen Manchester City und dem FC Everton wurde anders entschieden. Manchester City, das im Titelrennen auf einen Ausrutscher von Arsenal angewiesen ist, hätte von einem späten Ausgleich West Hams profitiert.
„Wenn ich West-Ham-Fan oder auch Manchester-City-Fan wäre, dann wäre ich wohl ein bisschen wütend, denn bei dieser Ecke wurde insgesamt sehr viel gefoult“, äußerte sich Gary Lineker in einem Fußball-Podcast. Co-Moderator Alan Shearer ergänzte: „Ich schätze, manche Leute werden denken, dass es ein Foul war, andere wiederum nicht. Und manche werden sich fragen: Wo zur Hölle bleibt die Einheitlichkeit? Weil wir so etwas praktisch jede Woche sehen.“
Arsenal gewann das Spiel mit 1:0 und baute damit den Vorsprung an der Spitze der Premier League auf fünf Punkte vor Manchester City aus, wobei die Citizens ein Spiel weniger absolviert haben. Für West Ham, das nur einen Punkt hinter dem Tabellen-17. Tottenham Hotspur liegt, hat sich die Situation verschärft. Tottenham kann am Montagabend mit einem Sieg gegen Leeds auf vier Punkte davonziehen und einen entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.
Quellen: n-tv
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