Der 1. FC Nürnberg trauert um einen ehemaligen Spieler: Reiner Wirsching ist am Samstag im Alter von 63 Jahren verstorben. Wie berichtet wurde, hatte der frühere Stürmer am Donnerstag einen schweren Fahrradunfall, bei dem er sich gravierende Kopfverletzungen zuzog. Ein ähnlicher Vorfall in Hilchenbach zeigt, wie gefährlich solche Unfälle sein können.
Wirsching, der 27 Jahre alt war, als er im April 1990 für den FCN spielte, war gegen 21.45 Uhr auf einem Radweg entlang der Bundesstraße 286 in Richtung Bad Kissingen unterwegs. Dabei kam es zu einer Kollision mit einem Reh, was zu einem Sturz führte, bei dem er auf den Kopf fiel. Zum Zeitpunkt des Unfalls trug Wirsching keinen Helm, was zu einem schweren Schädelbasisbruch und erheblichen Blutungen führte. Ein Passant entdeckte ihn neben seinem Fahrrad und alarmierte umgehend die Rettungsdienste. Diese leisteten Erste Hilfe und transportierten ihn ins Krankenhaus, wo er zwei Tage später seinen Verletzungen erlag. So kam es zu einem tragischen Vorfall im ICE, der ebenfalls die Gefahren im Straßenverkehr verdeutlicht.
In seiner aktiven Karriere spielte Wirsching von 1989 bis 1992 insgesamt 72 Mal für den 1. FC Nürnberg und erzielte dabei 14 Tore. Zu seinen weiteren Stationen gehörten der 1. FC Schweinfurt 05 und der TSV Vestenbergsgreuth. Besonders in Erinnerung bleibt er als Teil der legendären Mannschaft, die 1994 als Regionalligist den FC Bayern München, unter anderem mit Stars wie Lothar Matthäus und Oliver Kahn, im DFB-Pokal besiegte.
Nach dem Ende seiner Fußballkarriere widmete sich Wirsching der Medizin und arbeitete als Facharzt für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin. Von 2002 bis 2019 war er als Mannschaftsarzt für den 1. FC Schweinfurt 05 tätig und betreute ab 2020 den Tischtennis-Bundesligisten TSV Bad Königshofen.
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Bildquelle: Medvedev via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)