Neue Regelungen für die WM 2026
Die FIFA hat auf verschiedene Vorfälle reagiert und neue Bestimmungen für die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft 2026 eingeführt. Ziel dieser Änderungen ist es, das Spieltempo zu steigern und sowohl Zeitspiel als auch Unterbrechungen zu minimieren. Darüber hinaus erhält der Videoschiedsrichter (VAR) erweiterte Befugnisse. Um sich auf diese Anpassungen vorzubereiten, nehmen DFB-Spieler wie Joshua Kimmich an einem entsprechenden Workshop teil.
Überarbeitete Rot-Regeln im Fußball
Eine der auffälligsten Neuerungen betrifft die Handhabung von Roten Karten. In konfrontativen Situationen wird ein Spieler bestraft, wenn er seinen Mund mit der Hand oder dem Trikot verdeckt, um Lippenlesen zu verhindern. Freundliche Gespräche zwischen Mitspielern bleiben hingegen ohne Folgen. Diese Regel entstand nach einem Vorfall in der Champions League, bei dem ein Spieler mutmaßlich rassistisch beleidigt wurde. Künftig wird ein solcher Spieler sofort des Feldes verwiesen.
Regeländerungen bei Protesten
Ein weiterer Vorfall, der zur Einführung neuer Regeln führte, ereignete sich im Finale des Afrika-Cups. Dort verließ ein Team aus Protest gegen Schiedsrichterentscheidungen das Spielfeld. In solchen Fällen wird ab sofort ebenfalls eine Rote Karte verhängt, ebenso für Teammitglieder, die Spieler dazu anregen, das Spielfeld zu verlassen.
Maßnahmen gegen Zeitspiel
Die überarbeiteten Regelungen umfassen auch neue Maßnahmen zur Bekämpfung von Zeitspiel. Bei Torwart-Abschlägen oder Abwürfen wird künftig eine Fünf-Sekunden-Regel gelten. Der Schiedsrichter wird einen sichtbaren Countdown starten. Wird der Ball nicht innerhalb dieses Zeitrahmens ins Spiel gebracht, bleibt es bei einem Eckball für die gegnerische Mannschaft. Zudem muss der Spieler, der das Spielfeld verlässt, bei Auswechslungen innerhalb von zehn Sekunden den Platz räumen. Andernfalls bleibt der Einwechselspieler bis zur nächsten Unterbrechung draußen, was kurzfristig zu einer Unterzahl führt.
Regelungen zu Verletzungspausen
Zusätzlich wird das Zeitspiel während Verletzungspausen strenger kontrolliert. Ein Spieler, der eine Behandlung benötigt, kann erst nach einer Minute wieder eingewechselt werden, was ebenfalls eine Unterzahl für das Team zur Folge hat.
Erweiterte VAR-Regeln
Die Regelungen für den Videoschiedsrichter sind ebenfalls angepasst worden. Bei einem Platzverweis nach einer Gelb-Rot-Karte kann nun die Richtigkeit der zweiten Gelben Karte überprüft werden, jedoch nicht die der ersten. Wenn ein Spieler fälschlicherweise mit Gelb oder Rot bestraft wird, erfolgt künftig ein Eingreifen, sofern ein Spieler der falschen Mannschaft betroffen ist. Zudem darf der VAR auch dann eingreifen, wenn ein Spieler der angreifenden Mannschaft vor der Ausführung eines ruhenden Balls ein klares Foul begeht, das einen Verteidiger an seiner Tätigkeit hindert und dadurch ein Tor erzielt wird.
Trinkpausen in den Spielen
Für alle 104 Partien der WM sind Trinkpausen eingeplant. Nach etwa 22 Minuten Spielzeit wird jede Halbzeit durch eine dreiminütige Pause unterbrochen, unabhängig von den Wetterbedingungen. Diese Regelung könnte Auswirkungen auf die Nachspielzeit haben, da in der letzten WM jede Unterbrechung nachgespielt wurde, um die Nettospielzeit zu erhöhen. Ein Beispiel dafür ist ein Spiel zwischen England und dem Iran, in dem 27 Minuten Nachspielzeit gewährt wurden.
Schlussfolgerung
Die neuen Regelungen der FIFA für die WM 2026 zielen darauf ab, das Spiel dynamischer zu gestalten und auf gegenwärtige Herausforderungen im Fußball einzugehen. Schiedsrichter und Spieler sind gefordert, sich auf diese Änderungen einzustellen, um einen reibungslosen Ablauf der Spiele zu gewährleisten.
Quellen: Bild, n-tv
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