Der Verteidiger des BVB, Niklas Süle, hat bekannt gegeben, dass er nach Abschluss der aktuellen Saison seine Fußballkarriere beenden wird. Dies teilte der 30-Jährige in seinem Podcast „Spielmacher“ mit. Er erklärte:
„Ich möchte bekanntgeben, dass ich meine Karriere im Sommer beenden werde.“
Auch der BVB bestätigte diese Information auf seiner offiziellen Webseite. Süles Vertrag in Dortmund wäre ohnehin am 30. Juni 2026 ausgelaufen.
Entscheidung nach Verletzung
Der endgültige Entschluss fiel nach einer Knieverletzung, die sich Süle beim Auswärtsspiel gegen Hoffenheim am 18. April zugezogen hatte. Er schilderte seine Emotionen in dieser Situation:
„Was ich empfunden habe, als unser Doc in der Kabine in Hoffenheim den Schubladentest gemacht hat, da bin ich in die Dusche und habe zehn Minuten geweint. In der Situation dachte ich wirklich: ‚Das ist gerissen‘.“
Am nächsten Tag erhielt er jedoch die beruhigende Nachricht, dass es sich nicht um einen Kreuzbandriss handelte. Dennoch war für ihn klar, dass er seine Karriere beenden würde:
„Ich konnte mir nichts Schlimmeres vorstellen, als mich eigentlich auf die Zeit danach zu freuen – unabhängig zu sein, in den Urlaub zu gehen, Zeit mit meinen Kindern zu verbringen – dann aber meinen dritten Kreuzbandriss verarbeiten zu müssen.“
Karriereverlauf und Verletzungsprobleme
Im Sommer 2022 wechselte Süle nach fünf Jahren beim FC Bayern München zum BVB. Bislang hat er 109 Spiele für Dortmund absolviert und dabei drei Tore erzielt. Seine Karriere war jedoch von zahlreichen Verletzungen geprägt. Der erste Kreuzbandriss ereignete sich im Dezember 2014 bei Hoffenheim, gefolgt von einem weiteren im Oktober 2019 während seiner Zeit beim FC Bayern. Zusätzlich hatte er immer wieder mit kleineren Verletzungen zu kämpfen. Diese Verletzungsproblematik erinnert an die Trauer um Reiner Wirsching, einen ehemaligen FCN-Spieler, der nach einem schweren Fahrradunfall verstorben ist.
Erinnerungen an die Zeit beim BVB
Über seine Erlebnisse beim BVB sagte Süle:
„Was ich in meinem ersten Jahr erlebt habe, als wir fast Meister wurden – das war einer der krassesten Momente, den ich überhaupt hatte.“
Er erinnerte sich an die Nervosität und Aufregung vor dem entscheidenden Spiel gegen Mainz.
„Ich weiß nicht, ob ich jemals in meinem Leben wieder dahin komme, dass ich so fühle – mit diesem Adrenalin.“
Persönliche Bindung zu Dortmund
Süle blickt auf seine vier Jahre in Dortmund zurück und betont die vielen positiven Momente:
„Das Kabinengelaber, das Stadion – wir reden hier von 80.000. Ich wurde von den Fans immer offen empfangen. Die Zeit werde ich sehr vermissen.“
Er hebt hervor, wie wohl er sich in Dortmund gefühlt hat und dass seine Kinder dort in die Kita gehen.
„Es fällt uns schon schwer, hier wegzugehen.“
Ausblick auf die verbleibenden Spiele
Der BVB, der derzeit mit 67 Punkten auf dem zweiten Platz steht, hat in dieser Saison noch zwei Spiele zu absolvieren. Am Freitag trifft Dortmund auf Frankfurt (20:30 Uhr) und am Samstag, dem 16. Mai, spielt die Mannschaft gegen Werder Bremen (15:30 Uhr). Nach seiner Verletzung wird Süle voraussichtlich gegen Frankfurt wieder im Kader stehen. Ob Trainer Niko Kovac ihn sofort wieder einsetzen wird, bleibt abzuwarten. In dieser Saison hat Süle bislang nur 12 Pflichtspiele bestritten.
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