Real Madrid steht nach dem Ausscheiden aus der Champions League vor einer ungewissen Zukunft. Die Enttäuschung über die Niederlage in München ist groß und richtet sich vor allem gegen den Schiedsrichter, dessen Entscheidungen als spielentscheidend angesehen werden.
Michael Olise setzte in der 94. Minute den letzten Nagel in den Sarg der Hoffnungen auf eine Wende. Der FC Bayern, der als übermächtig galt, schickte die Königlichen mit einem 4:3 aus dem Wettbewerb. Während Olise jubelte, brach eine Welle der Wut bei Real Madrid aus, die sich klar auf den Schiedsrichter Slavko Vincic richtete.
Arda Güler, der an diesem Abend zwei Tore erzielte, stürmte nach dem Schlusspfiff auf den Schiedsrichter zu und äußerte seinen Unmut. Dies führte zu einer Gelben Karte und schließlich zu einer Gelb-Roten Karte für den jungen Türken. Die Emotionen kochten über, und die Funktionäre von Real Madrid hatten Mühe, die aufgebrachte Stimmung zu beruhigen.
„Der Schiedsrichter hat das Spiel entschieden“
Vincic war an diesem Abend sowohl bei den Spielern von Real Madrid als auch bei denen des FC Bayern unbeliebt. Doch die Wut auf ihn war bei den Spaniern besonders ausgeprägt, da die entscheidende Entscheidung gegen sie fiel. In der 86. Minute stellte Vincic Eduardo Camavinga vom Platz, nachdem dieser zuvor Gelb gesehen hatte. Der Franzose hatte Jamal Musiala gefoult und wurde später für ein leichtes Foul an Harry Kane mit Rot bestraft. Es schien, als hätte Vincic nicht realisiert, dass Camavinga bereits verwarnt war. Erst auf Intervention einiger Bayern-Spieler änderte er seine Entscheidung und zeigte die Rote Karte.
Trainer Alvaro Arbeloa äußerte sich in seiner Fassungslosigkeit:
„Der Schiedsrichter hat das Spiel entschieden. Es war ein Fehler des Schiedsrichters. Unbegreiflich. Es tut einfach weh. Es ist eine Aktion, die niemand versteht. Wie man einen Spieler wegen so etwas in so einem Spiel vom Platz schicken kann.“
Diese Entscheidung hatte einen erheblichen Einfluss auf den Spielverlauf. Nach dem Platzverweis hatten die Bayern mehr Raum, was zum Ausgleich durch Luis Diaz führte, der nur drei Minuten später fiel. Michael Olise erzielte in der Nachspielzeit den Siegtreffer, der das Ausscheiden von Real Madrid besiegelte.
Reals Wut und die Kritik an ihrer Reaktion
Die Wut von Real Madrid brachte auch Kritik ein. Der englische Guardian bezeichnete das Verhalten des Vereins als „erbärmlich“ und „unpassend“, da ein so legendärer Verein sich wie ein kleines Kind aufführe und in die Opferrolle schlüpfe.
In Madrid war die Enttäuschung besonders groß, da die Saison an diesem Abend endete und die Zukunft des Vereins ungewiss bleibt. Der Rückstand auf den FC Barcelona in der Meisterschaft ist so groß, dass ein kleines Wunder nötig wäre, um noch einen Titel zu gewinnen. Im Pokal gab es keine Erfolge, und nun auch in der Champions League nicht. Die Frage bleibt, wie es mit dieser Mannschaft weitergeht, die zwar in einigen Momenten brillieren kann, aber insgesamt nicht funktioniert. Nach der Entlassung von Xabi Alonso steht auch die Zukunft von Arbeloa auf der Kippe. Gerüchte über einen möglichen Wechsel von Jürgen Klopp nach Madrid halten sich hartnäckig.
Arbeloa übernimmt Verantwortung
Arbeloa erklärte:
„Ich werde mit allen Entscheidungen des Vereins umgehen. Natürlich schmerzt es, es schmerzt Real Madrid. Es geht jetzt aber nicht um mich und meine Zukunft. Ich habe immer alles getan.“
Er übernahm die Verantwortung für das Ausscheiden und betonte, dass er weiterhin alles daran setzen werde, die Mannschaft zu unterstützen.
Ein letztes Aufbäumen gegen den Saisontod
In München zeigte das Starensemble von Real Madrid ein letztes Aufbäumen. Sie brachten die Bayern früh in Bedrängnis. Manuel Neuer hatte einige Unsicherheiten, und Güler traf zweimal hervorragend. Kylian Mbappé sorgte mit seinem Tempo für ständige Gefahr. Doch die Bayern, angeführt von Vincent Kompany, hielten stand und setzten sich durch, nachdem Camavinga vom Platz gestellt worden war. Real Madrid scheiterte mit Anstand und wurde für seine kämpferische Leistung anerkannt.
Die AS lobte die Mannschaft für ihre „Opferbereitschaft“ und stellte fest, dass dies das Real Madrid sei, das Europa seit 70 Jahren fürchtet. Die Marca sprach von einer „himmlisch schreien Ungerechtigkeit“ und bedauerte, dass das Spiel vor allem wegen der Roten Karte für Camavinga in Erinnerung bleiben wird. Die ABC kritisierte Camavinga scharf und bezeichnete seinen Platzverweis als „dümmsten Platzverweis im denkbar ungünstigsten Moment“.
Für weitere Informationen über die Situation von Real Madrid und die Chancen des FC Bayern im entscheidenden Rückspiel, lesen Sie unseren Artikel über Real Madrids Statistik und die Chancen des FC Bayern. Außerdem finden Sie Livestream-Informationen zum Rückspiel dort.
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