Ein ägyptisches Ligaspiel zwischen Al-Ahly und Ceramica Cleopatra nahm nach dem Schlusspfiff eine unerwartete Wendung. Der Nationaltorwart Mohamed El-Shenawy geriet in eine handgreifliche Auseinandersetzung und wurde daraufhin für sein Verhalten bestraft.
Das Match endete mit einem Unentschieden von 1:1, doch die Kontroversen entbrannten, als Al-Ahly in der Nachspielzeit einen Elfmeter gefordert hatte, der nicht gegeben wurde. Die Spieler von Al-Ahly reagierten mit heftigen Protesten gegen die Entscheidung des Schiedsrichters.
Um die Schiedsrichter auf ihrem Weg in die Kabine zu schützen, wurde ein Ring aus Ordnern gebildet. Dennoch gelang es El-Shenawy, sich so nah an den Schiedsrichter heranzupressen, dass er ihn mit der flachen Hand auf den Rücken und den Hinterkopf schlug. Diese Aktion führte dazu, dass er die Rote Karte erhielt.
Infolge des Vorfalls wurde El-Shenawy von der Liga für vier Ligaspiele gesperrt. Dies bedeutet, dass der Torwart bis zur letzten Woche der Liga-Playoffs nicht für seine Mannschaft auflaufen kann. Zudem wurde ihm eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 ägyptischen Pfund (etwa 800 Euro) auferlegt, die wegen der Körperverletzung des Schiedsrichters durch Schieben und Ziehen verhängt wurde.
Diese Sperre hat auch Auswirkungen auf die Vorbereitung des Torhüters auf die bevorstehende Weltmeisterschaft. Vor wenigen Monaten war El-Shenawy noch der Stammtorwart der ägyptischen Nationalmannschaft beim Afrika-Cup. Bei der kommenden Weltmeisterschaft, die in den USA, Kanada und Mexiko stattfinden wird, wird er voraussichtlich ebenfalls Teil des Kaders sein.