Politik
Peter Thiel plant Umzug nach Argentinien: Flucht vor politischen Unsicherheiten?
30.05.2026, 22:18 Uhr
Peter Thiel, ein prominenter Tech-Unternehmer und Unterstützer von Donald Trump, hat offenbar die Entscheidung getroffen, die USA zu verlassen. Dies berichtet die New York Times. Der Milliardär, der als Mitgründer von PayPal und Palantir bekannt ist, sucht aus politischen Gründen einen neuen Wohnsitz in Argentinien.
Thiel hat bereits eine Villa in Buenos Aires erworben und seine beiden Töchter in einer örtlichen Schule angemeldet. Zudem ist er in einem Schachclub der Stadt aktiv geworden. Diese Schritte deuten darauf hin, dass der 58-Jährige ernsthafte Pläne für eine dauerhafte Ansiedlung in Argentinien verfolgt.
Gründe für die Auswanderung
Die Gründe für Thiels Auswanderung sind vielfältig. Laut dem Bericht befürchtet er eine mögliche Vermögenssteuer in den USA, die insbesondere in Kalifornien bereits breite Unterstützung findet und möglicherweise im Herbst umgesetzt wird. Darüber hinaus äußert Thiel Besorgnis über die geopolitischen Spannungen, die zu einem Atomkrieg führen könnten. Welche Auswirkungen hat das Treffen zwischen Xi und Trump auf die Taiwan-Situation?
In Thiels Augen stellt Argentinien einen sicheren Hafen dar, obwohl er auch die maltesische und neuseeländische Staatsbürgerschaft besitzt, die ihm weitere Optionen bieten würden. In Argentinien pflegt er zudem gute Beziehungen zu Präsident Javier Milei, der wie Thiel ultralibertäre und konservative Ansichten vertritt.
Thiels politische Karriere
Peter Thiel war einer der wenigen prominenten Unternehmer aus dem Silicon Valley, die Donald Trump bereits im Wahlkampf 2016 offen unterstützten. Er investierte mehrere Millionen Dollar in Trumps Kampagne und trat auf dem republikanischen Parteitag auf. Nach Trumps Wahlsieg war Thiel Teil des Übergangsteams, übernahm jedoch kein Regierungsamt. Sein politischer Einfluss zeigte sich später vor allem durch die Unterstützung konservativer Politiker wie J. D. Vance, der zuvor für ihn tätig war. So könnte die Trump-Regierung auf einen möglichen Wahlausgang reagieren.
Die Entscheidung von Thiel, die USA zu verlassen, könnte als ein Zeichen für die wachsenden Sorgen unter wohlhabenden Unternehmern in Bezug auf die politische und wirtschaftliche Stabilität in den Vereinigten Staaten interpretiert werden. Top-Republikaner äußern Kritik am geplanten Abzug der US-Truppen aus Deutschland.
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Quellen: n-tv, Handelsblatt
Bildquelle: Von Gage Skidmore, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=115161430