Aktualisiert am 24. April 2026 – 04:33 Uhr
Prinz Harry trat als Redner bei einer Sicherheitskonferenz in Kiew auf.
Russlands Milliardäre steigern ihr Vermögen trotz eines Rückgangs des Wirtschaftswachstums. In Tuapse kam es zu einem Ölregen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Inhaltsverzeichnis
- Brand in russischem Hafen offenbar unter Kontrolle
- Nach Ukraine-Aussage: Trump setzt Spitze gegen Prinz Harry
- Giftiger Ölregen in russischer Hafenstadt
- EU gibt 90-Milliarden-Euro für Ukraine offiziell frei
- Russland stört offenbar zunehmend finnische Funksignale
Freitag, 24. April
Ukraine vergibt mehr Punkte für Abschüsse
Verteidigungsminister Mykhailo Fedorow gab am 23. April bekannt, dass das sogenannte ePoints-System auf der staatlichen Plattform Brave1 Market erweitert wird. Das Prinzip: Militäreinheiten erhalten virtuelle Punkte, wenn sie die Zerstörung russischer Ausrüstung oder die Ausschaltung von Personal per Drohnenaufnahme dokumentieren und bestätigen. Diese Punkte können anschließend direkt in neue Ausrüstung umgetauscht werden.
Ursprünglich wurden Punkte ausschließlich für Drohneneinsätze vergeben. Inzwischen kommen weitere Kategorien hinzu: Scharfschützenoperationen, Kampfeinsätze des Heeres sowie mobile Gruppen, die auf Shahed-Drohnen russischer Bauart zielen, werden ebenfalls honoriert. „Wir planen, das Programm in naher Zukunft auf weitere Bereiche auszudehnen“, sagte Fedorow.
Brand in russischem Hafen offenbar unter Kontrolle
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff haben Feuerwehrleute den Brand im russischen Schwarzmeer-Ölterminal Tuapse unter Kontrolle gebracht. Offene Flammen sind gelöscht worden, die Arbeiten zur vollständigen Brandbekämpfung haben jedoch angedauert, wie die Behörden der Region Krasnodar mitteilten.
Die Anlage hat bereits seit vier Tagen gebrannt. Der Betrieb der Raffinerie, die hauptsächlich für den Export produziert, hat Insidern zufolge derzeit geruht. Unterdessen ist nach einem weiteren Drohnenangriff ein Feuer in einer Öl-Pumpstation in der Region Nischni Nowgorod ausgebrochen, wie zwei mit dem Vorgang vertraute Personen berichteten.
Nach Ukraine-Aussage: Trump setzt Spitze gegen Prinz Harry
Nach der Aufforderung von Prinz Harry an die USA zu einer aktiveren Rolle im Ukraine-Krieg hat US-Präsident Donald Trump zum Konter angesetzt. Trump erklärte, er habe von der Aussage keine Kenntnis, wisse jedoch eines: „Harry spricht nicht für das Vereinigte Königreich“, sagte Trump im Weißen Haus auf eine Reporterfrage. „Ich glaube, ich spreche noch eher für das Vereinigte Königreich als Prinz Harry es tut“, fügte er hinzu. „Aber ich weiß seinen Rat sehr zu schätzen.“
Prinz Harry hatte zuvor bei einem überraschenden Besuch in Kiew gesagt, er wünsche sich ein stärkeres Engagement der Vereinigten Staaten im Ukraine-Krieg. „Dies ist ein Moment, in dem Amerika Führungsstärke beweisen muss, ein Moment, in dem Amerika zeigen kann, dass es seinen internationalen vertraglichen Verpflichtungen nachkommen kann“, sagte er.
Die Aussagen von Prinz Harry fielen nur wenige Tage, bevor König Charles III. und seine Frau Camilla zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in Washington erwartet werden. Trump hatte zuvor mehrfach sein ausgezeichnetes Verhältnis zum König betont. Prinz Harry ist derweil nicht mehr im Auftrag des britischen Königshauses unterwegs: Der Herzog von Sussex und seine Frau, Herzogin Meghan, haben sich vor gut sechs Jahren vom engeren Kreis der britischen Königsfamilie losgesagt. Trump prüft nächste Schritte nach gescheiterten USA-Iran-Gesprächen
Donnerstag, 23. April
Giftiger Ölregen in russischer Hafenstadt
Nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine Raffinerie im Südwesten Russlands haben die örtlichen Behörden vor giftigem Regen gewarnt. Der Brand in der Raffinerie in der Stadt Tuapse wütet seit vier Tagen, meldeten die Behörden in der Region Krasnodar am Donnerstag. Vier Öltanks stehen demnach in Flammen.
Offiziell teilte Bürgermeister Sergej Bojko auf Telegram mit, es sei gelungen, die brennende Fläche am Ölverladeterminal auf die Hälfte zu reduzieren. Mehr als 270 Feuerwehrleute mit 77 Fahrzeugen seien im Einsatz. Am Fluss Tuapse sei das dorthin gelangende Öl mithilfe von Sperren gestoppt worden. Im Schwarzen Meer vor der Küste seien seit mehreren Tagen keine Ölflecken gesichtet worden.
Die Konzentration giftiger Partikel in der Luft liegt nach Behördenangaben „zwei bis drei Mal über den zulässigen Grenzwerten“. Der Regen hinterließ demnach „eine schwarze Schicht auf Oberflächen“. Die Bewohner der Küstenstadt wurden aufgerufen, ihre Fenster geschlossen zu halten und Aktivitäten im Freien einzuschränken.
Aufnahmen, die in Onlinenetzwerken veröffentlicht wurden, zeigten dichte schwarze Rauchwolken über Tuapse sowie Ölverschmutzungen im Meer und an den Stränden. Zudem waren streunende Katzen und Straßenhunde mit schwarzen Flecken auf ihrem Fell zu sehen. Die Echtheit der Aufnahmen konnte zunächst nicht bestätigt werden.
EU gibt 90-Milliarden-Euro für Ukraine offiziell frei
Die EU-Staaten haben einen 90-Milliarden-Kredit für die Ukraine formal beschlossen. Außerdem verhängten sie weitere Sanktionen gegen Russland. Der Beschluss erfolgte einstimmig. Zuvor hatte Ungarns scheidender Premier Viktor Orbán seinen Widerstand gegen das Kreditpaket aufgegeben.
Das Darlehen soll nach einem Friedensschluss in der Ukraine aus möglichen russischen Reparationen beglichen werden. Doch bleibt Ungarn von möglichen Haftungsrisiken ausgeschlossen. Darauf hatte auch Ungarns Wahlsieger Péter Magyar beharrt.
Magyar hatte bei der Abstimmung Mitte April eine Zweidrittelmehrheit errungen. Ukraine: Verbesserte Verteidigungsposition auf dem Schlachtfeld
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Bildquelle: E. J. Hersom via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)