Die Liste der Kontroversen rund um Kanye West ist lang und umfasst unter anderem antisemitische Äußerungen sowie seine Bewunderung für Adolf Hitler. Nun sieht sich der Rapper mit neuen Vorwürfen konfrontiert, die Gewalt betreffen.
In einer Zivilklage wird West beschuldigt, am 16. April 2024 einen Mann im Chateau Marmont in Hollywood angegriffen und verletzt zu haben. Diese Informationen stammen aus Gerichtsdokumenten, die unter anderem von einer britischen Boulevardzeitung veröffentlicht wurden.
Der Kläger, ein unbekannter Mann, wird in den Unterlagen als „John Doe“ bezeichnet. Er behauptet, dass West ihn gegen 23 Uhr im Gartenbereich des renommierten Hollywood-Hotels ohne Vorwarnung ins Gesicht geschlagen habe. Der Schlag habe den Mann bewusstlos gemacht. Laut der Klageschrift soll West ihn anschließend weiter geschlagen haben, während er reglos am Boden lag. Der Kläger betont, dass er den Vorfall nicht provoziert habe.
Die Klage bezieht sich nicht nur auf den körperlichen Angriff. Der Kläger führt an, dass West im Nachgang behauptete, der Mann habe sich gegenüber einer Frau aus Wests Umfeld unangemessen verhalten. Diese Vorwürfe sollen in einem öffentlichen Podcast von West wiederholt und ausgeschmückt worden sein. Diese Aussagen hätten sich über soziale Medien verbreitet und dem Ruf sowie der mentalen Gesundheit des Klägers erheblich geschadet. Das verfügbare Videomaterial von dem Abend zeige laut Klage kein Fehlverhalten des Mannes.
„Mir egal, was er gesagt hat“
In dem besagten Podcast, der Teil der Serie „The Download“ ist, schilderte West, dass ein Mann seine Frau Bianca Censori auf dem Weg zur Toilette im Chateau Marmont angegriffen habe, was ihn zum Eingreifen veranlasst habe. Markus Lanz thematisiert die Herausforderungen, denen Christian Ulmen gegenübersteht.
Einreiseverbot für West in Großbritannien
Die Klage gegen Kanye West fällt in eine ohnehin turbulente Zeit für den Rapper. In Großbritannien wurde ihm die Einreise verweigert, nachdem er als Headliner beim Wireless Festival in London auftreten sollte. Das Festival wurde letztendlich abgesagt. Der britische Premierminister äußerte sich auf sozialen Medien und erklärte, dass West gar nicht erst eingeladen werden sollte. Hintergrund sind unter anderem seine antisemitischen Äußerungen sowie sein Lied „Heil Hitler“.
In Frankreich wird unterdessen geprüft, ob Wests geplanter Auftritt in Marseille verhindert werden kann. Der Innenminister des Landes ließ entsprechende Möglichkeiten prüfen, wie Medien berichten. Der Bürgermeister von Marseille hatte sich bereits im März klar gegen das Konzert ausgesprochen und betonte, dass er nicht wolle, dass die Stadt zur Bühne für Hass und Nationalsozialismus werde. West hat das Konzert mittlerweile auf unbestimmte Zeit verschoben und erklärte auf sozialen Medien, dass er diese Entscheidung nach reiflicher Überlegung getroffen habe. Trump entfernt umstrittenes Bild seiner Jesus-Darstellung und irritiert mit Doktor-Identität.
Die Vorwürfe und die rechtlichen Schwierigkeiten, mit denen Kanye West konfrontiert ist, werfen erneut Fragen zu seinem Verhalten und seiner öffentlichen Wahrnehmung auf.
„`
Bildquelle: David Shankbone via Wikimedia Commons (Public domain)