Das Sultanat Oman, traditionell ein Verbündeter der Vereinigten Staaten, steht in einem angespannten Verhältnis zu Washington. Im Rahmen des Streits um die strategisch bedeutende Straße von Hormus hat Präsident Trump dem Land mit einem militärischen Angriff gedroht, sollte Oman sich bei der Wiedereröffnung der Meerenge auf die Seite des Iran stellen. Trump betonte, Oman müsse sich „benehmen“, andernfalls könnten die USA es „in die Luft jagen“.
Diese Aussagen machte Trump während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Auf die Frage, ob er eine kurzfristige Vereinbarung akzeptieren würde, die dem Iran und Oman die Kontrolle über die Meerenge zuspricht, antwortete der US-Präsident entschieden mit „Nein“. Er unterstrich, dass die Meerenge für alle Staaten zugänglich sein müsse und Oman sich wie alle anderen Länder verhalten solle. Andernfalls, so Trump, seien drastische Maßnahmen seitens der USA erforderlich.
Das Weiße Haus reagierte nicht auf Anfragen, ob Trump möglicherweise den Iran anstelle von Oman gemeint habe. Das US-Außenministerium veröffentlichte jedoch einen Ausschnitt und ein Transkript von Trumps Äußerungen, ohne diese zu korrigieren oder klarzustellen.
Oman spielt eine wichtige Rolle als US-Verbündeter und hat sich bemüht, im Konflikt mit dem Iran als Vermittler aufzutreten. Teheran versucht, Oman von seinem Plan abzubringen, Gebühren für die Durchfahrt durch die Meerenge zu erheben. Der Konflikt eskalierte Ende Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran, wodurch die Straße von Hormus zu einem zentralen Streitpunkt wurde. Diese Meerenge ist für den globalen Öltransport von großer Bedeutung, da dort normalerweise etwa ein Fünftel des weltweit konsumierten Erdöls transportiert wird. Die Eskalation im Persischen Golf ist ein Beispiel für die zunehmenden Spannungen.
Zusätzlich zu den Drohungen gegen Oman äußerte Trump während derselben Kabinettssitzung auch Verwirrung über die geopolitische Lage, indem er den Iran mit Venezuela verwechselte. Er behauptete, Venezuela habe „keine Marine mehr, keine Luftwaffe mehr“, eine Formulierung, die er zuvor in Bezug auf den Iran verwendet hatte.
Die Situation in der Region bleibt angespannt, während die USA und Israel weiterhin militärische Operationen im Iran durchführen. Der Konflikt hat weitreichende Auswirkungen auf die Stabilität im Nahen Osten sowie auf die globalen Energiemärkte. Die Verhandlungen über eine mögliche Einigung im Iran-Konflikt laufen, jedoch betonte Trump, dass es wichtig sei, keine übereilten Entscheidungen zu treffen und alle Aspekte sorgfältig zu prüfen. Ein Friedensdeal mit dem Iran könnte eine Lösung bieten.
Die Entwicklungen in der Region und die Reaktionen der betroffenen Länder werden weiterhin genau beobachtet, da die geopolitischen Spannungen zwischen den USA, dem Iran und deren Verbündeten anhalten. Trumps überraschende Verlängerung der Waffenruhe zeigt, dass es immer noch Raum für diplomatische Bemühungen gibt.
„`
Quellen: n-tv, bluewin, tag24, tagesanzeiger