Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurde am Montagabend in ein Krankenhaus in Jerusalem eingeliefert. Nach Angaben seines Büros handelt es sich um eine zahnmedizinische Behandlung. Weitere Details zu dem Eingriff wurden bislang nicht bekannt gegeben.
Verschiedene israelische Medien, darunter die „Times of Israel“ und die „Jerusalem Post“, berichteten über den Vorfall. Netanjahu befindet sich im Hadassah Ein Kerem Krankenhaus, wo die Behandlung durchgeführt wird.
Der Gesundheitszustand des 76-jährigen Regierungschefs ist seit einiger Zeit ein Thema von öffentlichem Interesse. Dies betrifft nicht nur die medizinischen Eingriffe, sondern auch die Transparenz, mit der Netanjahu die Öffentlichkeit über seinen Gesundheitszustand informiert. In diesem Zusammenhang äußerte er, dass die EU-Sanktionen gegen Siedler ein Zeichen moralischen Bankrotts seien.
Im vergangenen Monat hatte Netanjahu bekannt gegeben, dass er wegen eines bösartigen Prostatatumors behandelt wurde. Der Tumor war Ende 2025 bei einer Nachuntersuchung entdeckt worden, nachdem er bereits Ende 2024 wegen einer gutartigen Prostatavergrößerung operiert worden war. Netanjahu erklärte, dass er sich einer gezielten Behandlung unterzogen habe, die das Problem beseitigt habe. Der Tumor sei in einem frühen Stadium entdeckt worden, ohne Metastasen oder Ausbreitung.
Die Erkrankung hatte Netanjahu zunächst geheim gehalten, um zu verhindern, dass Informationen während des Krieges gegen den Iran für Propagandazwecke genutzt werden. Zu diesem Zeitpunkt kursierten in den sozialen Medien Gerüchte über seinen Gesundheitszustand, darunter auch die Behauptung, er sei bereits verstorben.
In den letzten Jahren musste sich Netanjahu mehrfach medizinischen Behandlungen unterziehen. Im Sommer 2023 erhielt er einen Herzschrittmacher, gefolgt von einer Operation wegen eines Leistenbruchs im März 2024. Zudem litt er zeitweise an einer Darmentzündung, die er nach eigenen Angaben zu Hause auskurierte.
Quellen: t-online, Der Spiegel
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Bildquelle: Dragan Tatic via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)