Politik
Bundeswehr errichtet neue Schießanlage in Litauen zur Stärkung der Verteidigungsbereitschaft
29.05.2026, 14:13 Uhr
Als Reaktion auf die zunehmende Bedrohung durch Russland hat die Bundeswehr in Litauen eine Panzerbrigade ins Leben gerufen. Diese Truppe soll nahezu 5000 Soldaten umfassen und bis 2027 einsatzbereit sein. In diesem Zusammenhang treibt Vilnius den Ausbau der militärischen Infrastruktur voran.
Litauen hat den Bau einer Schießanlage für Panzerabwehrwaffen auf dem Militärübungsplatz Rudninkai abgeschlossen, die auch von der dort stationierten Bundeswehr-Brigade genutzt werden wird. Die Anlage wurde speziell auf die Anforderungen der litauischen Armee sowie der deutschen Brigade abgestimmt und umfasst zwei Schießstände, einen Beobachtungsturm und einen Schutzwall, wie das Verteidigungsministerium des baltischen EU- und NATO-Staates in Vilnius mitteilte. Weitere Infrastrukturmaßnahmen beinhalten Zufahrtsstraßen, Munitionsausgabebereiche, Unterstände für Soldaten sowie einen Parkplatz.
„Wir haben die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass litauische Soldaten, die deutsche Brigade und ihre Verbündeten auf dem Schießstand für Panzerabwehrwaffen trainieren können“, erklärte Verteidigungsminister Robertas Kaunas. Damit sei eine weitere wichtige Phase des Baus der militärischen Infrastruktur auf dem Übungsplatz Rudninkai abgeschlossen.
Die Bundeswehr baut in Litauen die Panzerbrigade 45 auf, die als Antwort auf die wachsende Bedrohung durch Russland ins Leben gerufen wurde und im Frühjahr 2025 offiziell in Dienst gestellt wurde. Die Brigade soll bis 2027 mit einer Gesamtstärke von 4800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern als voll einsatzfähiger Kampfverband bereitstehen. Derzeit sind bereits rund 1800 Angehörige der Truppe in Litauen stationiert.
Der Hauptstandort der Brigade wird Rudninkai sein, das sich in der Nähe der Grenze zu Belarus befindet. Die Kaserne wird in einem Waldgebiet errichtet, das im Mai 2022, kurz nach dem großangelegten Angriff Russlands auf die Ukraine, per Sondergesetz zu einem Truppenübungsplatz der litauischen Armee erklärt wurde. Der Bau dieser Militäranlage stellt das größte militärische Infrastrukturprojekt in der Geschichte Litauens dar.
Die Schaffung dieser militärischen Infrastruktur ist Teil der Bemühungen, die Verteidigungsfähigkeit der NATO in der Region zu stärken und auf die sicherheitspolitischen Herausforderungen angemessen zu reagieren. Falls Putin an der Ostflanke droht: Oberst: „800.000 Streitkräfte würden durch Deutschland verlegt“. Zudem gab es einen erheblichen Rückschlag für Russland mit Gebietsverlusten in der Ukraine im April 2026. Auch die Panzerentwicklung wird an die Bedürfnisse schwangerer Soldatinnen angepasst.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: depositphotos