Brüssel intensiviert seine militärische Unterstützung für die ukrainische Luftwaffe. Medienberichten zufolge beabsichtigt Belgien, nicht nur 30, sondern die gesamte Flotte von 53 F-16-Kampfjets an Kiew zu übergeben. Diese Lieferung ist jedoch an eine wesentliche Bedingung geknüpft.
Wie die Zeitung „Le Vif“ berichtet, plant Belgien, seine gesamte Luftflotte an F-16-Kampfjets an die Ukraine abzugeben. Ein Großteil der 53 Maschinen soll bis 2029 übergeben werden. Voraussetzung für diese Übergabe ist die schrittweise Einführung modernerer F-35-Kampfjets, die die F-16 ersetzen sollen.
Bereits zuvor hatte Belgien der Ukraine mehr F-16 zugesagt als jedes andere Land. Im Jahr 2024 unterzeichneten Brüssel und Kiew ein Sicherheitsabkommen, das die Lieferung von 30 F-16 bis 2028 vorsieht. Im März 2025 erklärte Premierminister Bart de Wever, dass sich die Übergabe aufgrund der Umstellung auf die F-35 verzögern werde. Einen Monat später kündigte Verteidigungsminister Theo Francken jedoch an, dass Belgien früher als geplant liefern wolle.
Geplanter Zeitrahmen für die Lieferung
Nach den neuen Plänen des Verteidigungsministeriums sollen in diesem Jahr sieben F-16 übergeben werden. Vier dieser Maschinen sind bereits außer Dienst gestellt und werden derzeit zur Ausbildung ukrainischer Techniker genutzt. Für 2027 sind fünf weitere Flugzeuge vorgesehen, 2028 sollen 14 folgen und 2029 die restlichen 27 Jets. Der Zeitplan gilt jedoch als vorläufig und hängt von den operativen Anforderungen der belgischen Luftwaffe ab.
Zusätzliche F-16-Lieferungen aus anderen Ländern
Ursprünglich hatten die westlichen Partner Kiew insgesamt 79 F-16 zugesagt. Bislang erhielt die Ukraine bereits 36 Maschinen aus den Niederlanden (24) und Dänemark (12). Während die Niederlande ihre Zusagen vollständig erfüllt haben, fehlen aus Dänemark noch sieben Jets. Auch Norwegen hat bisher keine der versprochenen sechs F-16 geliefert. Zudem sind bereits drei F-16 der ukrainischen Luftwaffe abgestürzt.
Frankreich lieferte der Ukraine im vergangenen Jahr zudem sechs Mirage-Kampfjets. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor erklärt, dass sein Land 120 F-16 benötige, um den ukrainischen Luftraum ausreichend zu schützen. Mit der geplanten Aufstockung durch Belgien haben die westlichen Verbündeten der Ukraine mittlerweile insgesamt 102 F-16 zugesagt. Falls Putin an der Ostflanke droht, könnte dies die Situation weiter komplizieren. Zudem könnte ein erheblicher Rückschlag für Russland die Dynamik im Konflikt verändern.
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Quellen: n-tv
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