Das Parken bei Kaufland wird künftig digital gestaltet.
Der Discounter Kaufland hat in den letzten Wochen mit verschiedenen Neuerungen auf sich aufmerksam gemacht. Vor wenigen Monaten kündigte das Unternehmen an, die Selbstbedienungskassen in allen Filialen weiter auszubauen, um den Einkauf effizienter und moderner zu gestalten.
Doch das ist nicht alles: Die neueste Änderung betrifft die Autofahrer. Kaufland plant, die traditionelle Parkscheibe auf seinen Parkplätzen schrittweise abzuschaffen und durch ein digitales System zu ersetzen.
Änderungen im Parksystem
Wie das Unternehmen mitteilte, sollen die Parkscheiben durch Kameras ersetzt werden. Dies bedeutet für die Kunden vor allem weniger Aufwand bei der Ankunft und Abfahrt. Die Kameras erfassen automatisch das Kennzeichen, sobald das Fahrzeug auf den Parkplatz fährt, und berechnen die Parkdauer anhand der Zeit zwischen Ein- und Ausfahrt. Innerhalb der kostenlosen Parkzeit, die in der Regel zwischen 90 und 120 Minuten liegt, entstehen keine Kosten. Erst bei einer längeren Parkdauer wird eine Gebühr fällig.
Diese Umstellung verfolgt ein klares Ziel: Kaufland möchte Dauerparker von den Parkplätzen fernhalten. Besonders in zentral gelegenen Filialen kommt es häufig vor, dass Pendler oder Anwohner die Parkplätze blockieren, was für die Kunden oft eine unnötige Parkplatzsuche zur Folge hat. Mit dem neuen System soll sichergestellt werden, dass die Stellplätze den einkaufenden Kunden zur Verfügung stehen. Die Umstellung wird schrittweise erfolgen, wobei in städtischen Gebieten mit hohem Verkehrsaufkommen eine schnellere Umsetzung angestrebt wird.
Parkkonzepte im Einzelhandel
Auch andere Lebensmittelhändler haben sich bereits mit der Nutzung ihrer Parkflächen beschäftigt. Lidl begann zu Beginn dieses Jahres in Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg, Anwohnern nach Geschäftsschluss (18 bis 8 Uhr) kostenpflichtiges Parken auf dem Lidl-Parkplatz an der Carl-Petersen-Straße in Hamm zu ermöglichen. Die Konkurrenz zog schnell nach: Auch Aldi Nord und Aldi Süd bieten mittlerweile das „Feierabendpark“-Modell an.
In Reaktion auf den Parkdruck in Großstädten hat auch die Edeka-Tochter Netto in 150 Filialen das Feierabendparken eingeführt. Dieses Konzept soll sowohl der Kundschaft als auch den Anwohnern mehr Flexibilität beim Parken bieten, insbesondere in den oft überlasteten Innenstadtbereichen.
Mit diesen Veränderungen im Parksystem reagiert Kaufland auf die Bedürfnisse der Kunden und versucht, die Parkplatzsituation zu verbessern.
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