Was ist das Hantavirus?
In Deutschland erkranken jährlich einige Hundert Personen an dem durch Nagetiere übertragenen Hantavirus. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts gab es in den letzten 25 Jahren lediglich einen Todesfall in diesem Zusammenhang.
Hantaviren werden über Speichel, Urin und Kot von Nagetieren wie Mäusen, Spitzmäusen und Fledermäusen übertragen. Auch Staub oder Bisse können zu einer Infektion führen. Aus diesem Grund empfiehlt das Robert-Koch-Institut, ein nagetierfreies Zuhause zu schaffen. Weitere Informationen zu gesundheitlichen Risiken finden Sie in unserem Artikel über Reisen auf die Malediven: Hinweise zum Dengue-Fieber-Risiko.
- Lebensmittel und Abfälle sollten in fest verschlossenen Behältern aufbewahrt werden.
- Kompost sollte ohne Essensreste angelegt werden.
- Zugangspunkte ins Haus sind zu verschließen, und mögliche Nistplätze wie Sperrmüll oder Altreifen sollten entfernt werden.
Bei einem Befall können Fallen und Gifte eingesetzt werden. Tote Tiere sind nur mit Handschuhen zu entsorgen, und bei Staub sollte gegebenenfalls eine FFP3-Maske getragen werden. Flächen sind vorsichtig zu reinigen, wobei ein Staubsauger vermieden werden sollte, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern.
Bei Verdacht auf eine Infektion ist es ratsam, umgehend ärztlichen Rat einzuholen. Die Symptome ähneln grippeähnlichen Erkrankungen und umfassen Fieber sowie Kopf-, Bauch- und Rückenschmerzen. In schweren Fällen können Nierenfunktionsstörungen auftreten.
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Quellen: rbb24, Der Spiegel, ground.news
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