Nachrichten für Osnabrück und die Region

Aktuelles Echo
Flughafengebühren im Fokus: Ryanair stoppt Bremen-Betrieb und reduziert Wien-Flüge Flughafengebühren im Fokus: Ryanair stoppt Bremen-Betrieb und reduziert Wien-Flüge Vor 9 Minuten Gemeinsam für Bildung: Lehrer und Schüler erheben ihre Stimme im Protest Gemeinsam für Bildung: Lehrer und Schüler erheben ihre Stimme im Protest Vor 47 Minuten Was bedeutet der Verlust von Stefania Corna für den Volleyballsport in Italien? Was bedeutet der Verlust von Stefania Corna für den Volleyballsport in Italien? Vor 1 Stunde Einfach und effektiv: Sparen Sie bis zu 800 Euro durch richtige Dämmung von Heizungsrohren Einfach und effektiv: Sparen Sie bis zu 800 Euro durch richtige Dämmung von Heizungsrohren Vor 1 Stunde Festnahme eines Verdächtigen in Minnesota nach vereiteltem Anschlagsversuch auf Einkaufszentrum Festnahme eines Verdächtigen in Minnesota nach vereiteltem Anschlagsversuch auf Einkaufszentrum Vor 2 Stunden Tankrabatt in der Kritik: Direktzahlungen für bedürftige Haushalte vorgeschlagen Tankrabatt in der Kritik: Direktzahlungen für bedürftige Haushalte vorgeschlagen Vor 2 Stunden Burnham sieht Brexit als Fehlschlag: Rückkehr zur EU dringend notwendig Burnham sieht Brexit als Fehlschlag: Rückkehr zur EU dringend notwendig Vor 2 Stunden Tod der 87-jährigen María del Carmen Abascal: Symbol des Widerstands gegen die Wohnungsnot verstorben Tod der 87-jährigen María del Carmen Abascal: Symbol des Widerstands gegen die Wohnungsnot verstorben Vor 3 Stunden Nike plant möglichen Einstieg in die Formel 1 mit Bekleidung für Mitarbeiter Nike plant möglichen Einstieg in die Formel 1 mit Bekleidung für Mitarbeiter Vor 3 Stunden Biesenthal: Autofahrer erfasst vier Jugendliche auf Mopeds und verursacht tödlichen Unfall Biesenthal: Autofahrer erfasst vier Jugendliche auf Mopeds und verursacht tödlichen Unfall Vor 3 Stunden

Chikungunya-Virus: Ein Blick auf die drohende Ausbreitung der Tigermücken in Deutschland

Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Europa aus und könnte das Chikungunya-Virus bald nach Deutschland bringen. Eine neue Studie warnt vor den Folgen des Klimawandels und der Globalisierung für die Verbreitung dieser Krankheit.

Chikungunya-Virus: Ein Blick auf die drohende Ausbreitung der Tigermücken in Deutschland
Bildquelle: Mateo Krossler auf Unsplash

Eine neue Art von Stechmücken breitet sich zunehmend in Europa aus, was das Risiko für eine Infektionskrankheit erhöht, die bislang vor allem in südlichen Regionen bekannt war. Die Widerstandsfähigkeit dieser Insekten lässt eine Ausbreitung auch in Deutschland wahrscheinlich erscheinen.

🎁 Gewinnspiel

Jetzt Newsletter abonnieren und gewinnen!

Melde dich zum kostenlosen Newsletter an und nimm automatisch an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 500 × 100 € Wunschgutscheine unter allen Abonnenten.

Im Kontext des Klimawandels könnte Mitteleuropa schon bald zu einem Übertragungsgebiet für das Chikungunya-Virus werden. Dies geht aus einer Studie hervor, die die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke im Zuge der Globalisierung und der Erderwärmung analysiert. Neben Europa könnten auch der Osten Nordamerikas, China und Japan von der Verbreitung der Infektionskrankheit betroffen sein, berichten chinesische Wissenschaftler um Ye Xu von der Zhejiang Chinese Medical University in Hangzhou in einer Veröffentlichung im Fachjournal Frontiers in Cellular and Infection Microbiology.

Die Hauptüberträger des Chikungunya-Virus sind die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) und die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus). Letztere breitet sich seit Jahren in Europa aus und wird zunehmend auch in Deutschland gesichtet. Die Tigermücke kann Eier ablegen, die Temperaturen bis zu minus 10 Grad Celsius überstehen. „In unserer Studie spielte die Asiatische Tigermücke eine besonders wichtige Rolle und erklärte über 70 Prozent der prognostizierten Virusverbreitung“, wird Co-Autor Yang Wu vom Customs Technology Center in Guangzhou zitiert.

Die Studie basiert auf Klimasimulationen bis zum Jahr 2100. Derzeit gelten 139 Länder und Regionen als Risikogebiete für das Chikungunya-Virus, was etwa 21 Prozent der weltweiten Landfläche entspricht. „Unsere Klimamodelle zeigen jedoch, dass sich das Virus weiter nach Norden in gemäßigte Regionen ausbreiten wird, insbesondere nach Nordost-Nordamerika, Mitteleuropa und Ostasien“, erklärt Xu.

Vorbereitung der Gesundheitssysteme ist notwendig

Die Simulationen zeigen für alle Klimaszenarien ein steigendes Risiko für die Übertragung des Chikungunya-Virus in Teilen Mitteleuropas bereits bis 2040. In den folgenden Jahrzehnten könnten immer mehr Regionen betroffen sein, darunter auch höher gelegene. Neben Deutschland werden auch Großbritannien und Irland von der Ausbreitung betroffen sein.

„Die Bevölkerung muss nicht in Panik geraten, aber die Gesundheitssysteme sollten sich frühzeitig vorbereiten“, betont Xu. Er empfiehlt, das Monitoring von Aedes-Mücken zu intensivieren und Ärzte zu schulen, damit sie Chikungunya-Fieber schnell erkennen können. Zudem sollten Maßnahmen zur Mückenbekämpfung verstärkt und Notfallpläne entwickelt werden. „Die Begrenzung der weiteren globalen Erwärmung und Investitionen in grundlegende Vorsorgemaßnahmen könnten die Wahrscheinlichkeit verringern, dass sich eine zukünftige Ausbreitung zu großen Ausbrüchen entwickelt“, erklärt Xu.

Symptome und bisherige Ausbrüche

Chikungunya verursacht Fieber und starke Gelenkschmerzen. Zu den weiteren häufigen Symptomen zählen Muskelschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und Hautausschlag. In der Regel heilen diese Symptome innerhalb weniger Tage aus, jedoch können die Gelenkschmerzen in einigen Fällen Wochen, Monate oder sogar Jahre anhalten. Tödliche Verläufe sind selten, jedoch ist das Virus besonders gefährlich für chronisch Kranke, Schwangere und Säuglinge. Nach einer überstandenen Chikungunya-Infektion besteht nach aktuellem Kenntnisstand eine lebenslange Immunität.

In den letzten Jahren gab es bereits größere Ausbrüche in Italien, Frankreich und Spanien. Im Sommer des vergangenen Jahres wurden Fälle nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt registriert. Eine Ansteckung durch Mücken in Deutschland wurde bislang jedoch nicht dokumentiert. Weitere Informationen zu ähnlichen Themen finden Sie in unserem Artikel über Reisen auf die Malediven und die Risiken von Dengue-Fieber sowie in unserem Bericht über Wespen und Bienen in Deutschland. Auch die Symptomatik bei Hantavirus-Rückführungen könnte von Interesse sein.

„`


Quellen: n-tv

Bildquelle: Bildquelle: Mateo Krossler auf Unsplash

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.