Autofahrer sollten im April und August 2026 besonders aufmerksam sein, da in ganz Europa verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden.
Das europäische Polizeinetzwerk Roadpol organisiert zweimal jährlich gezielte Verkehrskontrollen, die als „Speedweeks“ bekannt sind. Die erste Aktionswoche findet in der Zeit vom 13. bis 19. April 2026 statt. Der Höhepunkt dieser Woche ist der 24-stündige Blitzermarathon, der am Mittwoch, dem 15. April, stattfindet. An diesem Tag wird an zahlreichen Standorten gleichzeitig geblitzt, sowohl innerorts als auch auf Autobahnen sowie in sensiblen Bereichen wie Schulumfeldern. Eine zweite Aktionswoche mit intensiven Kontrollen ist für den Zeitraum vom 3. bis 9. August 2026, mitten in der Ferienzeit, geplant.
Umfangreiche Kontrollen geplant
Der Blitzermarathon ist ein fester Bestandteil des Jahreskalenders von Roadpol. Neben Geschwindigkeitsverstößen konzentrieren sich die Kampagnen auch auf andere Unfallrisiken. Für das Jahr 2026 sind unter anderem folgende Schwerpunktaktionen vorgesehen:
- Februar/Mai/November: Überprüfung von Lkw und Bussen (Technik, Beladung, Ruhezeiten)
- März: Anschnallpflicht
- Juni/Dezember: Alkohol- und Drogenkontrollen – einschließlich eines 24-Stunden-Marathons am 19. Juni
- Juni: Sicherheit auf Zweirädern
- Oktober: Ablenkung am Steuer
- September: „Safety Days“ mit dem Ziel eines Tages ohne Verkehrstote
Roadpol möchte mit diesen Maßnahmen auf die Risiken im Straßenverkehr aufmerksam machen und bezeichnet die gleichzeitige Polizeipräsenz in mehreren Ländern als „sichtbares Signal für Verkehrssicherheit“.
Teilnahme der Bundesländer am Blitzermarathon
Wie aus aktuellen Informationen hervorgeht, nehmen im April 2026 folgende Bundesländer an den Kontrollen teil (Stand März 2026):
- Baden-Württemberg: Schwerpunkttag am 15. April
- Bayern: Blitzermarathon am 15. April
- Berlin: Speedweek vom 13. bis 19. April
- Brandenburg: Blitzermarathon am 15. April
- Bremen: Speedweek vom 13. bis 19. April
- Hamburg: Speedweek vom 13. bis 19. April, ein Schwerpunkttag (Datum steht noch nicht fest)
- Hessen: Speedweek vom 13. bis 19. April inklusive Blitzermarathon am 15. April
- Mecklenburg-Vorpommern: Speedweek vom 13. bis 19. April inklusive Blitzermarathon am 15. April, Tempokontrollen im gesamten April
- Niedersachsen: Speedweek vom 13. bis 19. April, kein Höhepunkttag
- Nordrhein-Westfalen: Speedweek vom 13. bis 19. April, kein Höhepunkttag
- Rheinland-Pfalz: Speedweek vom 13. bis 19. April inklusive Blitzermarathon am 15. April
- Sachsen: Speedweek vom 13. bis 19. April
- Sachsen-Anhalt: Speedweek vom 13. bis 19. April
- Schleswig-Holstein: Speedweek vom 13. bis 19. April, kein spezieller Aktionstag
- Thüringen: Speedweek vom 13. bis 19. April
In der Vergangenheit hatten einige Bundesländer, wie beispielsweise Berlin und das Saarland, auf eine Teilnahme verzichtet. Die Begründung lautete, dass der Aufwand nicht im Verhältnis zum Effekt stehe. Statt punktueller PR-Aktionen setze man lieber auf dauerhafte Kontrollen.
Informationen zu Blitzerstandorten und möglichen Strafen
In vielen Bundesländern werden die Standorte der Blitzgeräte im Voraus bekannt gegeben – zumindest teilweise. Autofahrer, die wissen möchten, ob und wo genau kontrolliert wird, sollten sich bei den zuständigen Polizeibehörden informieren. Die Kontrollen konzentrieren sich häufig auf Strecken mit erhöhter Unfallgefahr oder besonders schutzbedürftige Bereiche, wie etwa in der Nähe von Schulen oder in Wohngebieten.
Bei Geschwindigkeitsverstößen können je nach Schwere der Übertretung hohe Bußgelder drohen: Innerorts sind mindestens 30 Euro, außerorts mindestens 20 Euro fällig. Bei stärkeren Überschreitungen können zudem Punkte in Flensburg oder sogar ein Fahrverbot verhängt werden. Weitere Informationen zu Phishing und Fake-Anrufen sind ebenfalls wichtig, um sich vor Betrug zu schützen.
Besondere Vorfälle im Straßenverkehr
Einige Autofahrer haben sich in der Vergangenheit mit skurrilen Ausreden versucht, aus der Verantwortung zu ziehen. So wurde beispielsweise eine rumänische Fahrerin mit 176 km/h gestoppt, die angab, sie müsse dringend einen Kuchen aus dem Ofen holen.
Aktuelle Entwicklungen im Luftverkehr
Zusätzlich zu den Verkehrskontrollen gibt es auch im Luftverkehr relevante Informationen. Reisende sollten sich über die aktuellen Streik am Flughafen Köln/Bonn informieren, um mögliche Reiseunterbrechungen zu vermeiden.
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Bildquelle: depsoitphots