„Wir lassen uns von solchen Übergriffen nicht einschüchtern“, betonte ein Polizeisprecher.
Leverkusen (Nordrhein-Westfalen) – Zwei Monate nach den gewaltsamen Vorfällen, die sich während einer Feier des Goman-Clans ereigneten, hat die Polizei umfangreiche Razzien gegen die mutmaßlichen Verantwortlichen eingeleitet. Am frühen Morgen wurden mehrere Wohnobjekte durchsucht.
Ereignisverlauf der Feier
Am 5. April, dem Ostersonntag, kam es in einer ehemaligen Shishabar in Leverkusen zu einer massiven Eskalation. Rund 50 Personen versammelten sich, um die Haftentlassung von Michael Goman (49), auch bekannt als „Don Mikel“, zu feiern. Zunächst wurden die Beamten aufgrund einer Ruhestörung gerufen, der Einsatz verlief jedoch ohne nennenswerte Vorfälle. Als die Polizei gegen 23 Uhr erneut anrücken musste, eskalierte die Situation erheblich.
Angriffe auf Einsatzkräfte
Die Lage geriet außer Kontrolle, als die Beamten aus der Menge heraus angegriffen wurden. Flaschen, Stühle und Gläser wurden geworfen. Eine 29-jährige Polizistin erlitt durch einen Flaschenwurf mehrere Zahnverletzungen, während ein Kollege sich einen Armbruch zuzog. Auch eine weitere Polizeibeamtin wurde verletzt. Medienberichten zufolge kam es während der Auseinandersetzungen auch zu gewalttätigen Übergriffen unter den Clanmitgliedern.
Polizeieinsatz und Festnahmen
Die Polizei musste ein Großaufgebot von rund 150 Kräften mobilisieren, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. In der Folge wurden mehrere blutverschmierte Männer in Handschellen abgeführt. Ein 25-Jähriger wurde festgenommen, nachdem er beschuldigt wurde, einen Polizisten mit einem Stuhl angegriffen zu haben. Auch zwei Frauen (17, 35) sowie ein weiterer Mann (26) wurden zur Polizeiwache gebracht.
Folgen der Ausschreitungen
Die Shishabar wurde durch die gewaltsamen Auseinandersetzungen stark beschädigt. Der Polizeieinsatz endete laut einem Sprecher erst um 6:25 Uhr am Morgen. In den darauffolgenden Razzien richteten sich die Ermittlungen gegen drei Männer im Alter von 25, 26 und 35 Jahren. In den Stadtteilen Opladen und Küppersteg wurden deren Wohnungen durchsucht, wobei mehrere Mobiltelefone zur Beweissicherung sowie mehrere verbotene Waffen, darunter ein Butterfly-Messer und ein Wurfmesser, sichergestellt werden konnten.
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