In Nordrhein-Westfalen hat die Polizei eine umfassende Razzia gegen die Rockergruppe „Hells Angels“ durchgeführt. Insgesamt waren 1.200 Beamte in 28 Städten im Einsatz, wie das Innenministerium in Düsseldorf mitteilte. Diese Maßnahme folgte dem Verbot des Vereins „Hells Angels Motorcycle Club Leverkusen“, das aufgrund des Verdachts auf Bildung und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung ausgesprochen wurde.
Die Razzia gilt als einer der größten Einsätze zur Bekämpfung der Rockerkriminalität in der Geschichte des Bundeslandes. Seit den frühen Morgenstunden durchsuchten die Einsatzkräfte mehr als 50 Objekte, darunter Wohnungen und Geschäftsräume von Vereinsmitgliedern sowie Unterstützern. Auch Spezialeinsatzkräfte waren an den Durchsuchungen beteiligt.
Durchsuchungen in mehreren Städten
Die Razzien fanden in verschiedenen Städten statt, darunter:
- Leverkusen
- Köln
- Langenfeld
- Monheim
- Solingen
- Dortmund
- Oberhausen
- Ahaus
- Velbert
- Duisburg
- Bergheim
- Gummersbach
- Kempen
- Herne
- Voerde
- Bielefeld
- Bochum
- Dinslaken
- Lünen
- Marienheide
Wachstum der „Hells Angels“ in NRW
In den letzten Jahren wurden in Nordrhein-Westfalen bereits mehrere Ableger der „Hells Angels“ verboten. Zuletzt hatte Innenminister Herbert Reul im Jahr 2017 den Verein „Hells Angels MC Concrete City“ aufgelöst, was später vom Oberverwaltungsgericht in Münster bestätigt wurde. Aktuellen Berichten zufolge, die sich auf das Landeskriminalamt (LKA) stützen, verfügten die „Hells Angels“ zuletzt über 29 Chapter in Nordrhein-Westfalen. Mit 469 Mitgliedern ist der Club stark gewachsen, was unter anderem auf Überläufer der rivalisierenden „Bandidos“ zurückzuführen ist. Damit stellen die „Hells Angels“ die größte Rockergruppe in NRW dar, gefolgt von den „Freeway Riders“, die 403 Mitglieder in 37 Chaptern haben. Die Sicherheitswoche für alle Verkehrsteilnehmer im April.
„Die Razzia ist ein klares Zeichen im Kampf gegen die Rockerkriminalität“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.
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