Studie zeigt: Bestimmte Grippeimpfungen senken das Risiko für Alzheimer erheblich
Eine aktuelle Untersuchung legt nahe, dass hochdosierte Grippeimpfungen möglicherweise das Risiko für Alzheimer signifikant reduzieren können. Bereits im Jahr 2022 hatte ein Forschungsteam festgestellt, dass Grippeimpfungen das Risiko für Alzheimer verringern. In der neuen Studie wurde nun untersucht, ob die Dosis der Impfung einen Einfluss auf die Hirngesundheit hat. Die Ergebnisse wurden kürzlich im Fachjournal „Neurology“ veröffentlicht.
Alzheimer: Eine weit verbreitete Erkrankung
In Deutschland sind schätzungsweise 1,4 bis 1,8 Millionen Menschen von Demenz betroffen, wobei etwa 70 Prozent an Alzheimer leiden, der häufigsten Form der Demenz. Bei dieser Erkrankung sterben Nervenzellen im Gehirn, was zu einem fortschreitenden Verlust von Gedächtnis und Konzentrationsfähigkeit führt.
Untersuchung der Impfwirkung
Das Forschungsteam analysierte Daten von nahezu 200.000 Personen ab 65 Jahren. Dabei wurde die Wirkung einer Standard-Grippeimpfung mit einer viermal höher dosierten Variante verglichen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Standardimpfung das Alzheimer-Risiko um etwa 40 Prozent senkte, während die Hochdosisimpfung das Risiko um 55 Prozent reduzierte. Besonders bei Frauen war der schützende Effekt noch ausgeprägter.
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Mechanismen des Schutzes
Der genaue Mechanismus, durch den die Impfung schützt, ist noch nicht vollständig geklärt, weshalb weitere Studien erforderlich sind. Es wird jedoch vermutet, dass Impfungen das Immunsystem aktivieren und entzündliche Prozesse im Körper reduzieren können, die auch bei Alzheimer eine Rolle spielen. Mit zunehmendem Alter funktioniert die körpereigene Abwehr weniger effektiv, und eine stärkere Impfung könnte diesen Nachteil ausgleichen.
Empfehlungen für ältere Menschen
In vielen Ländern wird Personen über 60 bis 65 Jahren bereits eine hochdosierte Grippeimpfung empfohlen. Diese enthält eine höhere Menge an Antigenen als die Standardimpfung und soll besser vor schweren Krankheitsverläufen schützen. Möglicherweise bietet sie auch einen zusätzlichen Schutz für das Gehirn. Um die Zusammenhänge jedoch sicher zu bestätigen, sind weitere Studien notwendig. Informationen zu den Auswirkungen von Panikattacken können ebenfalls hilfreich sein.
Verfügbarkeit in Deutschland
In Deutschland gibt es entsprechende Impfempfehlungen: Die Ständige Impfkommission (Stiko) rät dazu, für Personen über 60 Jahren einen Hochdosis-Impfstoff oder alternativ einen MF-59-adjuvantierten Influenza-Impfstoff zu wählen, der die Immunantwort des Körpers verstärkt. Die Kosten für beide Impfstoffe werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Zudem sollten ältere Menschen sich über Phishing und Fake-Anrufe informieren, um sich vor Betrug zu schützen.
Die Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung und dürfen nicht zur Selbsttherapie verwendet werden.
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Bildquelle: ai-generated-gemini