Ein 14-jähriger Junge, der seit Samstag in Bayern vermisst wurde, ist offenbar tot. Einsatzkräfte fanden eine Leiche in einem Gebäude in Memmingen, wo der Jugendliche vermutet wurde. Am Fundort trafen die Beamten auf einen Mann, der anscheinend geflohen ist.
Im Rahmen der Suche nach dem vermissten Jugendlichen im Allgäu entdeckten die Einsatzkräfte einen Toten in einem leerstehenden Gebäude in der Freudenthalstraße in Memmingen. Laut Angaben der Polizei in Kempten gibt es Hinweise darauf, dass es sich um den vermissten 14-Jährigen handeln könnte.
Der Fundort liegt in der Nähe des Bahnhofs in Memmingen, an der Grenze zu Baden-Württemberg. Die Spurensicherung ist derzeit noch im Gange. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Memmingen die Ermittlungen aufgenommen. Die Beamten arbeiten daran, die Identität der Leiche zweifelsfrei festzustellen und die Umstände des Todes zu klären. Es besteht der Verdacht eines Tötungsdelikts, so die Polizei. In einem ähnlichen Fall, in dem die Identität von 42 verstorbenen Frauen gesucht wird, sind die Ermittlungen ebenfalls von großer Bedeutung.
Ermittlungen nach Bedrohungslage
Wie die „Allgäuer Zeitung“ berichtet, hatte die Polizei den vermissten Jugendlichen in dem Gebäude in Memmingen vermutet und war in der Nacht zu Montag dorthin geeilt. Vor Ort kam es zu einer Bedrohungslage zwischen einem Mann und den Beamten. Der Mann konnte offenbar entkommen, weshalb die Polizei seitdem nach ihm fahndet. In einem anderen Vorfall, in dem eine Mutter und ihre Tochter tot in einer Wohnung entdeckt wurden, zeigt sich, wie wichtig die Ermittlungen in solchen Fällen sind.
Die Polizei hat bislang aus ermittlungstechnischen Gründen keine weiteren Details zu dem Fall veröffentlicht. Zeugen, die Informationen zu dem Vorfall haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Neu-Ulm zu melden. Auch im Zusammenhang mit einem Unfall in Hilchenbach sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen.
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