Nach langer Abwesenheit: Geschwister in Brandenburg wieder aufgefunden
In Brandenburg sind zwei Geschwister, die seit August 2021 als vermisst galten, wieder aufgetaucht. Die mittlerweile 12 und 13 Jahre alten Kinder wurden von ihrer Mutter zur Polizei nach Seelow im Landkreis Märkisch-Oderland gebracht. Die Behörden hatten fast fünf Jahre nach ihnen gesucht, nachdem sie im Alter von sieben und acht Jahren verschwunden waren.
Die Mutter nahm eigenständig Kontakt zur Polizei auf, nachdem ein letzter Fahndungsaufruf im Rahmen der Kampagne „Spurlos verschwunden“ des Bundeskriminalamtes (BKA) veröffentlicht wurde. Diese Initiative hat die Absicht, vermisste Kinder und Jugendliche zu finden und die Öffentlichkeit für deren Schicksal zu sensibilisieren. Der Erfolg dieser Fahndung unterstreicht die Bedeutung von öffentlicher Aufmerksamkeit bei der Suche nach vermissten Personen.
Hintergründe zur Entführung
Im August 2021 entzogen die Eltern ihre Kinder „widerrechtlich dem familiären Umfeld“, was den Kontakt zur sorgeberechtigten Person, in diesem Fall dem Vater, unterbrach. In einem Abschiedsbrief äußerte die Mutter, dass die Corona-Maßnahmen der Grund für ihr Handeln waren. Deutlich wird, dass die Geschwister während ihrer Abwesenheit offenbar ohne Schulbesuch und ärztliche Betreuung lebten.
Zwischendurch verfolgte die Polizei die Spur der Familie bis nach Chemnitz in Sachsen und Buggenhagen in Mecklenburg-Vorpommern. Zuletzt wurde vermutet, dass sich die Familie in Frankfurt (Oder) aufhielt, nur etwa 25 Kilometer von Seelow entfernt. Die Identität der Kinder wurde von den Ermittlern zweifelsfrei bestätigt, und sie befinden sich derzeit noch bei ihrer Mutter.
Öffentliche Fahndung und ihre Relevanz
Seit Ende Mai 2026 hatten Polizei und Staatsanwaltschaft Cottbus öffentlich nach den vermissten Geschwistern gefahndet. Der Vater der Kinder hatte die Ermittlungen eingeleitet, die über Jahre andauerten. Jährlich werden laut BKA Zehntausende Kinder als vermisst gemeldet. Die meisten kehren nach kurzer Zeit zurück oder werden gefunden, doch einige Fälle bleiben über Jahre ungelöst, was eine immense Belastung für die Angehörigen darstellt. Ein Beispiel für einen solchen ungelösten Fall ist die Ermittlung im Fall von 42 verstorbenen Frauen, die die Öffentlichkeit ebenfalls stark beschäftigt hat.
Die Rückkehr der Geschwister ist ein erfreulicher Abschluss eines langen und belastenden Kapitels. Die Behörden betonen die Wichtigkeit einer engen Zusammenarbeit von Polizei und Öffentlichkeit, um vermisste Personen zu finden und deren Sicherheit zu gewährleisten.
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Quellen: n-tv, Tagesspiegel
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