Nachrichten für Osnabrück und die Region

Aktuelles Echo
Tragischer Amoklauf in Erie: Neun Menschen, darunter zwei Kinder, tot aufgefunden – Osnabrücker Echo Tragischer Amoklauf in Erie: Neun Menschen, darunter zwei Kinder, tot aufgefunden – Osnabrücker Echo Vor 18 Stunden Kosten-Nutzen von Heizung und Kälte: Wann lohnt sich das Heizen wirklich? Kosten-Nutzen von Heizung und Kälte: Wann lohnt sich das Heizen wirklich? Vor 22 Stunden Tsunami-Gefahr nach starkem Erdbeben vor der Küste Panamas entdeckt Tsunami-Gefahr nach starkem Erdbeben vor der Küste Panamas entdeckt Vor 22 Stunden Rallye auf Mallorca endet tödlich für L’Osteria-Mitgründer Klaus Rader Rallye auf Mallorca endet tödlich für L’Osteria-Mitgründer Klaus Rader Vor 22 Stunden Wer sind die Verletzten nach den Schüssen in Berlin-Schöneberg? Wer sind die Verletzten nach den Schüssen in Berlin-Schöneberg? Vor 22 Stunden Trump und Putin: Strategische Dieselkooperation zur Marktstabilität Trump und Putin: Strategische Dieselkooperation zur Marktstabilität Vor 22 Stunden Klaus Bresser: Ein bedeutender Journalist geht im Alter von 90 Jahren von uns. Klaus Bresser: Ein bedeutender Journalist geht im Alter von 90 Jahren von uns. Vor 22 Stunden Ereignis am Flughafen Mallorca: Urlauber erleidet Tod kurz vor dem Abflug Ereignis am Flughafen Mallorca: Urlauber erleidet Tod kurz vor dem Abflug Vor 2 Tagen Sultan Hassanal Bolkiah: Verlust einer geliebten Prinzessin Sultan Hassanal Bolkiah: Verlust einer geliebten Prinzessin Vor 2 Tagen Bayern diskutiert über die Ineffektivität der Tankstellenpreisregelung Bayern diskutiert über die Ineffektivität der Tankstellenpreisregelung Vor 2 Tagen

Identität gesucht: Polizei ermittelt im Fall von 42 verstorbenen Frauen

Europäische Polizeibehörden suchen dringend nach Hinweisen zu 42 unbekannten Frauen, die unter tragischen Umständen ums Leben kamen. In Deutschland sind neun Opfer identifiziert worden, während ein internationaler Fahndungserfolg einen Verdächtigen in einem alten Mordfall zur Folge hatte.

Identität gesucht: Polizei ermittelt im Fall von 42 verstorbenen Frauen
Bildquelle: (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

EILMELDUNG

🎁 Gewinnspiel

Jetzt Newsletter abonnieren und gewinnen!

Melde dich zum kostenlosen Newsletter an und nimm automatisch an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 500 × 100 € Wunschgutscheine unter allen Abonnenten.

Mit der Initiative „Identify Me“ sind europäische Polizeibehörden auf der Suche nach Hinweisen zu zahlreichen unbekannten Frauen, die zum Teil auf grausame Weise ums Leben kamen. In Deutschland stehen neun Opfer im Fokus der Ermittlungen.

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat einen bedeutenden Fortschritt vermeldet, der von französischen Sicherheitsbehörden erzielt wurde. Nach 21 Jahren konnte die Identität einer grausam ermordeten Frau geklärt werden: Hakima Boukerouis.

Am 7. Januar 2005 wurde die verstümmelte Leiche in einer Regentonne im französischen Dorf Saint-Quirin entdeckt. Das Opfer war in schwarze Müllsäcke gewickelt und mit Seilen verschnürt. Die Ermittler vermuteten, dass die Frau im Herbst 2004 qualvoll gestorben war.

Identifizierung nach zwei Jahrzehnten

Über zwei Jahrzehnte blieb die Identität der Frau unbekannt. Ein entscheidender Hinweis war eine Besonderheit ihres Gebisses: Sie hatte eine sogenannte „Richmond-Zahnkrone“. Der Durchbruch gelang durch einen DNA-Abgleich mit Familienangehörigen des Opfers.

Doch die Identifizierung blieb nicht der einzige Erfolg. Die zuständige Kriminalpolizei in Metz bestätigte mittlerweile die Festnahme eines Verdächtigen im Zusammenhang mit dem gewaltsamen Tod von Hakima Boukerouis. Die Aufklärung des Falls, bei dem die Ermittlungen noch andauern und ein Gerichtsverfahren aussteht, stellt den fünften Erfolg der internationalen Fahndungskampagne „Identify Me“ dar.

Sechs europäische Länder starten Fahndungskampagne

Im Jahr 2024 haben sechs europäische Länder (Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande und Spanien) die Kampagne ins Leben gerufen. Ziel war es, die Identität von 47 verstorbenen Frauen zu klären. Aktuell stehen noch 42 Fälle offen.

„Die meisten der Frauen wurden auf brutale Weise getötet oder sind unter zweifelhaften oder ungeklärten Umständen gestorben“, erklärte das BKA an diesem Donnerstag. Dies trifft auch auf neun unbekannte Frauen in Deutschland zu.

Ungeklärte Fälle in Deutschland

Im Folgenden werden drei Fälle aus Deutschland vorgestellt, bei denen trotz intensiver Ermittlungen die Identität der getöteten Frauen unbekannt bleibt.

Fall 1: Frauenleiche in Hannover mit Shirt „Little Italy – New York City“

Am 20. August 1994 wurde auf einem Bundeswehrgelände in Hannover-Bothfeld eine skelettierte weibliche Leiche entdeckt. Untersuchungen ergaben, dass die Frau zwischen 1989 und 1992 getötet wurde. Ihr Leichnam war in einem etwa 1,10 Meter tiefen Erdloch vergraben, ihre Hände waren mit Handschellen gefesselt.

Die Frau war schätzungsweise 30 bis 55 Jahre alt und wurde zwischen 1934 und 1957 geboren. Sie trug eine 78 Zentimeter lange Panzerkette aus dünner Goldlegierung um den Hals sowie ein mehrfarbiges Shirt mit der Aufschrift „Little Italy – New York City“ und ein dunkelfarbenes Herren-Sweatshirt der Marke Adidas.

  • Beschreibung der Frau:
  • Haarfarbe: rötlich-braun
  • zierliche Gestalt
  • Konfektionsgröße: 36 bis 38
  • teilweise abgebröckelte und verfaulte Zähne
  • stark zerstörter Schneidezahnbereich, kosmetisch durch Verblendkronen behandelt
  • vermutliche Schuhgröße: 36 bis 39
  • BH mit Spitzeneinsätzen in Größe 75A bis 70B

Fall 2: Zuvor gefoltert: Totes Mädchen im Main bei Frankfurt-Nied

Am 31. Juli 2001 wurde gegen 14.50 Uhr im Main bei Frankfurt-Nied die verpackte und durch einen Sonnenschirmständer beschwerte Leiche eines 13 bis 16 Jahre alten Mädchens entdeckt. Der Körper war in einen bräunlichen Bettbezug mit Leopardenmuster und ein Frotteebetttuch eingewickelt. Die Beine des Mädchens waren angewinkelt und an die Brust gepresst, die Arme eng am Körper angelegt.

In dieser Hockstellung war der Leichnam mit bis zu 10 Zentimeter breiten Textilbändern umwickelt und verknotet. Der verpackte Leichnam war mit einem weißen Textilband zusammengeschnürt und an einen Sonnenschirmständer gebunden. Bei den Textilbändern handelt es sich um sogenannte Nalas, die in pakistanischen, afghanischen und teilweise indischen Kulturkreisen als Gürtel für Pluderhosen verwendet werden.

  • Beschreibung des Opfers:
  • Alter: zwischen 13 und 16 Jahre
  • Größe: 157 Zentimeter
  • zierliche, mädchenhafte Statur
  • Gewicht: 38,5 Kilogramm
  • ca. 30 Zentimeter lange, dunkelbraune Haare
  • durchstochene Ohrläppchen
  • linkes Ohr: durch Gewalteinwirkung deformiert
  • Zahnstatus: lückenloses Gebiss, kein Hinweis auf Zahnbehandlungen

Fall 3: Tote im Lahn-Dill-Kreis mit Abfall und Erde bedeckt

Am 8. Februar 1989 wurde in einem stillgelegten Steinbruch im hessischen Lahn-Dill-Kreis die Leiche einer unbekannten Frau gefunden. Das Gebiet liegt neben der Landstraße 3055. Die Leiche war teilweise mit Abfall, Ästen und Erde bedeckt. Der Todeszeitpunkt wird auf einen Zeitraum zwischen dem 8. Oktober 1988 und dem 25. Januar 1989 geschätzt. Die Behörden vermuten, dass die Frau aus Thailand stammt.

  • Beschreibung der Frau:
  • Größe: 162 Zentimeter
  • Haare: schwarz, bis zu 11 Zentimeter lang, kraus
  • dunkle Hautfarbe
  • auffällig abgekauter Zahnschmelz im Bereich der Schneidezähne
  • 5 Zentimeter lange Narbe am Bauch, vermutlich von einer Blinddarm-Operation
  • mindestens eine Geburt
  • kräftiges Gesäß und kräftige Oberschenkel
  • Schuhgröße 33/34

Zu diesen und den weiteren sechs Fällen aus Deutschland bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung. Die zentrale Frage lautet: „Erinnern Sie sich an ein Familienmitglied, eine Bekannte, Freundin oder Kollegin, die plötzlich verschwunden ist?“ Tippgeber werden „dringend gebeten, sich zu melden“ (www.bka.de/identifyme).

Bildquelle: Bildquelle: (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.