In Europa sind bereits die ersten Waldbrände ausgebrochen, was die EU dazu veranlasst hat, umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um sich auf die kommende Waldbrandsaison besser vorzubereiten. Für dieses Jahr plant die EU, 777 Feuerwehrleute aus 14 europäischen Nationen zu entsenden, die gezielt in Regionen mit hohem Risiko stationiert werden.
Diese Einsatzkräfte werden in besonders gefährdeten Gebieten in Zypern, Griechenland, Italien, Frankreich, Spanien und Portugal aktiv sein. Darüber hinaus hat die EU-Kommission angekündigt, dass zur Unterstützung der Feuerwehrleute zusätzlich 22 Löschflugzeuge und fünf Hubschrauber aus der EU-Flotte bereitgestellt werden.
Ursula von der Leyen, die Präsidentin der EU-Kommission, hob die Bedeutung dieser Initiative hervor und nannte sie „europäische Solidarität in Aktion“. Das gemeinsame Ziel der Feuerwehrleute sei es, Menschen, Gebäude und Wälder zu schützen. Die Finanzierung sowie die Koordination des Projekts laufen über den Katastrophenschutzmechanismus der EU-Kommission.
Die Intensität der Waldbrandsaison in Europa hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Im vergangenen Jahr wurden über eine Million Hektar Land durch Brände vernichtet, was einen Rekord darstellt. Diese Entwicklung wird unter anderem mit dem Klimawandel in Verbindung gebracht, der die Wahrscheinlichkeit von Bränden und die betroffenen Flächen, besonders in Südeuropa, erhöht hat.
Um die Einsatzkräfte bestmöglich zu unterstützen, wird ein Notfallkoordinierungszentrum eingerichtet, das rund um die Uhr erreichbar ist. Zusätzlich plant die EU den Bau einer neuen Feuerwehrstation in Zypern, um die Reaktionsfähigkeit und Präventionskapazitäten im Hinblick auf Waldbrände in Europa und dem südlichen Mittelmeerraum zu verbessern.
Hadja Lahbib, die EU-Kommissarin für Krisenmanagement, bezeichnete dieses Vorhaben als das „ehrgeizigste und am besten koordinierte“ Paket zur Vorbereitung auf Waldbrände seit Beginn des Programms im Jahr 2022. Die Waldbrandsaison beginnt in Europa zunehmend früher und wird von Jahr zu Jahr verheerender.
Quellen: tagesschau, n-tv
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