Die militärischen Spannungen zwischen dem Iran und den USA nehmen zu. Trotz intensiver Luftangriffe, die über Wochen andauerten, zeigt sich das iranische Regime unbeeindruckt und scheint über ein gut gefülltes Arsenal an Raketen und Drohnen zu verfügen. Im Streit um die Straße von Hormus drohen die iranischen Militärs mit Gegenmaßnahmen gegen die „bewaffnete Piraterie“ der USA.
US-Präsident Donald Trump bezeichnet den Konflikt mit dem Iran als einen klaren Sieg für die Vereinigten Staaten. Ein endgültiger „Deal“ mit Teheran bleibt jedoch aus. Nach einem kürzlichen Angriff der US-Marine auf einen iranischen Tanker kündigte ein Sprecher des iranischen Generalstabs an:
„Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran werden bald zurückschlagen und Vergeltungsmaßnahmen gegen diesen Akt bewaffneter Piraterie und gegen die amerikanische Armee ergreifen.“
Die Frage, wie das iranische Regime trotz der militärischen Angriffe weiterhin so selbstbewusst auftreten kann, wird immer drängender. Berichten zufolge haben die iranischen Revolutionsgarden trotz der Luftangriffe durch Israel und die USA bedeutende Kapazitäten für einen Gegenschlag bewahrt.
Iran verstärkt seine militärischen Kapazitäten
Um ihre Waffensysteme vor den Angriffen der US- und israelischen Luftwaffe zu schützen, nutzt der Iran Bunker und Höhlen. Teile des Waffensystems wurden eingegraben, um sie vor Zerstörung zu bewahren. Mit dem Waffenstillstand wurden die Raketenwerfer und Drohnen wieder zugänglich gemacht, um sie im Falle eines erneuten Konflikts einsetzen zu können. Berichten zufolge haben die Revolutionsgarden seit Beginn des Waffenstillstands bereits 100 Raketenwerfer wieder „ausgegraben“.
Widersprüchliche Informationen über militärische Erfolge
Die Zahlen, die das Pentagon präsentiert, stehen im Widerspruch zu den Aussagen des US-Präsidenten, der die Operation „Epic Fury“ als umfassenden Sieg gegen Teheran darstellt. Trump erklärte Anfang April:
„Wir haben schnelle, entschlossene und überwältigende Siege auf dem Schlachtfeld erzielt. Ihre Fähigkeit, Raketen und Drohnen abzufeuern, ist drastisch eingeschränkt.“
Nach Angaben des Pentagon wurden während der Kampagne 13.000 Ziele im Iran bombardiert. Generalstabschef Dan Caine berichtete von 450 Raketen- und 800 Drohnenlagern, die ins Visier genommen wurden. Dennoch verfügen das Regime und seine militärischen Kräfte weiterhin über erhebliche Vorräte an Drohnen und Kurzstreckenraketen. Laut US-Militär- und Geheimdienstinformationen hat Teheran noch etwa 40 Prozent seines ursprünglichen Bestands an Drohnen und mehr als 60 Prozent der Raketenabschussrampen sind intakt.
Bedrohung der zivilen Schifffahrt
Mit seinem Waffenarsenal kann Teheran die zivile Schifffahrt in der Straße von Hormus weiterhin effektiv bedrohen. Die Tanker sind gegen die relativ kostengünstigen iranischen Drohnen wehrlos. Auch die Nachbarstaaten am Golf sowie die dort stationierten US-Truppen sind durch die iranischen Aktivitäten gefährdet. Teheran hat bereits mehrfach die US-Flugabwehr durchdrungen und wertvolle US-Aufklärungsflugzeuge zerstört.
Hohe Kosten für die USA
Die Nutzung der kostengünstigen Shahed-Drohnen treibt die Kosten für die USA erheblich in die Höhe. Der konservative US-Think-Tank American Enterprise Institute (AEI) schätzt die bisherigen Kosten des Krieges auf 25 bis 35 Milliarden Dollar, wobei die Flugabwehrraketen den größten Kostenfaktor darstellen. Schätzungen zufolge belaufen sich die Ausgaben für diese Raketen auf zwischen 9 und 13 Milliarden Dollar. Experten befürchten, dass die Bestände mittlerweile stark geschrumpft sind.
Ausblick auf zukünftige Konflikte
Sollten die Kampfhandlungen fortgesetzt werden, könnte dies zu noch weitreichenderen Schäden führen. Trump hat bereits angedeutet, dass er im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen erneut auf militärische Angriffe setzen könnte. Er drohte:
„Wir bieten ein sehr faires und vernünftiges Abkommen an, und ich hoffe, dass sie es annehmen, denn wenn sie es nicht tun, werden die Vereinigten Staaten jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke im Iran zerstören.“
Für weitere Informationen über die aktuellen Entwicklungen in der Region, können Sie auch den Artikel über Trumps nächste Schritte nach gescheiterten Gesprächen lesen oder sich über die Ölpreise und Spannungen im Persischen Golf informieren.
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