Xi Jinping und Donald Trump: Warnungen und Hoffnungen beim Gipfeltreffen in Peking
In Peking trafen sich die beiden einflussreichsten Staatsoberhäupter der Welt: Donald Trump und Xi Jinping. Dies war das erste offizielle Treffen seit neun Jahren.
US-Präsident Donald Trump wurde in China mit einem herzlichen Empfang begrüßt. Xi Jinping, der Staats- und Parteichef Chinas, rief zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen den beiden Nationen auf. Er bezeichnete das Treffen als „historisch“ und betonte die Notwendigkeit, einen Konflikt zwischen einer aufstrebenden und einer etablierten Großmacht zu vermeiden. Diese Thematik wird oft als „Thukydides-Falle“ bezeichnet, die besagt, dass Rivalitäten zwischen Großmächten häufig in militärische Auseinandersetzungen münden. In diesem Kontext könnte Trumps überraschende Verlängerung der Waffenruhe im Iran-Konflikt als ein neuer Ansatz gewertet werden.
„Es ist eine Ehre, Ihr Freund zu sein“, sagte Xi und fügte hinzu, dass die Beziehungen zwischen Peking und Washington „besser sein als je zuvor“ sein könnten.
Warnungen bezüglich Taiwan
Xi Jinping äußerte jedoch auch Bedenken hinsichtlich der Taiwan-Frage. Er warnte, dass eine falsche Handhabung dieser Thematik zu Spannungen oder sogar Konflikten zwischen den beiden Ländern führen könnte. Laut Xi könnte dies die Beziehungen zwischen China und den USA in eine „äußerst gefährliche Lage bringen“.
China erhebt Ansprüche auf das demokratisch regierte Taiwan, das seit Jahrzehnten unabhängig ist. Xi betonte, dass die Unabhängigkeit Taiwans und der Frieden in der Taiwanstraße unvereinbar seien.
Reaktionen aus Taiwan
Die taiwanesische Regierung machte Peking für die Spannungen in der Region verantwortlich. Regierungssprecherin Michelle Lee erklärte, dass Chinas militärische Drohungen die Hauptursache für die Instabilität in der Taiwanstraße und im Indopazifik seien. Sie betonte, dass Taiwan seine nationale Verteidigung stärken müsse und in engem Kontakt mit den USA stehe. Diese Situation könnte auch Auswirkungen auf die Reaktionen der Trump-Regierung haben, wie in einem Artikel über mögliche Reaktionen auf einen Wahlausgang beschrieben wird.
„China und die USA haben mehr gemeinsame Interessen als Differenzen“, sagte Xi weiter und forderte eine Partnerschaft statt Rivalität.
Trump lobt die Zusammenarbeit
Trump bedankte sich für den herzlichen Empfang und hob die Militärparade sowie die Kinder hervor, die ihn bei seiner Ankunft begrüßt hatten. Er betonte die persönliche Beziehung zu Xi und bezeichnete ihn als „großartigen Anführer“. Trump brachte eine Delegation von 30 führenden Geschäftsleuten mit, um die Wirtschaftsbeziehungen zu stärken. In diesem Zusammenhang äußerten Top-Republikaner Kritik am geplanten Abzug der US-Truppen aus Deutschland.
Der US-Präsident äußerte sich optimistisch über die Zukunft der Beziehungen zwischen Washington und Peking und bezeichnete das Treffen als potenziell „einen der bedeutendsten Gipfel der Geschichte“.
Xi gratulierte den USA zudem vorab zum 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit im Jahr 2026 und erklärte, dass dieses Jahr ein „historischer Wendepunkt“ in den bilateralen Beziehungen darstellen könnte.
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Quellen: t-online, WirtschaftsWoche