In den USA sind in den letzten Jahren mehrere Personen mit Verbindungen zu Verteidigungs- und Atomprogrammen verschwunden oder verstorben. Zu diesen Fällen gehört auch Melissa Casias, die seit 2025 als vermisst galt. Ihre Leiche wurde nun in New Mexico entdeckt.
Funde im Carson National Forest
Die 54-jährige Mitarbeiterin des Los Alamos National Laboratory wurde von einem Wanderer in einem abgelegenen Bereich des Carson National Forest aufgefunden. Laut Polizei wurde die Leiche am 28. Mai 2026 entdeckt, nachdem der Wanderer die Überreste in der Nähe eines Baumes bemerkte. Casias war zuletzt am 26. Juni 2025 gesehen worden.
Untersuchungen zur Todesursache
Der ehemalige Mordermittler Thomas McNally, der im Auftrag der Familie Casias das Verschwinden untersuchte, äußerte sich gegenüber einem britischen Medium und berichtete, dass die Leiche „skelettiert“ und an einen Baum gelehnt gefunden wurde. In der Nähe befand sich eine Waffe. Die Leiche wies eine Schusswunde am Kopf auf, während die genaue Todesursache derzeit noch ermittelt wird.
Hintergrund und Ermittlungen
Melissa Casias war als Verwaltungsassistentin im Los Alamos National Laboratory tätig, das während des Zweiten Weltkriegs für das Manhattan-Projekt gegründet wurde und seither eng mit der US-amerikanischen Atomwaffenforschung verbunden ist. Am Tag ihres Verschwindens hatte sie alle Daten von ihren Mobiltelefonen gelöscht und ihre persönlichen Gegenstände, einschließlich ihrer Geldbörse und Ausweispapiere, in ihrem Haus in Ranchos de Taos zurückgelassen. Sie hatte ihren Ehemann Mark, ebenfalls Mitarbeiter des Los Alamos Labors, an der Einrichtung abgesetzt und behauptet, ihren Ausweis vergessen zu haben.
Familie fordert Antworten
Die Tochter des Paares hatte ihre Mutter zuletzt gesehen, als sie ihr ein Sandwich machte und sagte, sie wolle von zu Hause aus arbeiten. Casias wurde zuletzt gegen 14:20 Uhr Ortszeit gesehen, als sie allein auf der State Road 518 in östlicher Richtung fuhr, etwa fünf Kilometer von ihrem Wohnort entfernt. McNally vermutet, dass Casias „vor jemandem floh“, als sie verschwand.
In einer Erklärung nach der Bergung ihrer Überreste äußerte die Familie Casias, dass sie in einem Gebiet gefunden wurde, das zuvor bereits durchsucht worden war. Sie beabsichtigen, weiterhin nach Antworten und Gerechtigkeit zu suchen.
Spekulationen um Verschwundene
Melissa Casias ist nicht die einzige Person mit Verbindungen zu US-Verteidigungs- und Atomprogrammen, die in den letzten Jahren verschwunden oder verstorben ist. Einige dieser Fälle wurden als Selbstmorde eingestuft oder sind auf andere Weise erklärbar. Dennoch haben diese Vorfälle eine Welle von Spekulationen und Verschwörungstheorien im Internet ausgelöst. So gibt es beispielsweise Berichte über andere tragische Vorfälle, wie den tragischen Tauchunglück auf den Malediven, das ebenfalls viel Aufmerksamkeit erregte.
Die New Mexico State Police haben ihre tiefsten Beileidsbekundungen an die Familien Casias und Mondragon ausgesprochen und betonen, dass die Ermittlungen weiterhin aktiv sind. Zudem gibt es auch andere Fälle, wie den Fall von 42 verstorbenen Frauen, die die Öffentlichkeit beschäftigen.
Die Ermittlungen zu Melissa Casias und ähnlichen Fällen werfen viele Fragen auf und zeigen, wie wichtig es ist, die Hintergründe solcher Tragödien zu verstehen. Auch der Übergriff auf Mallorca hat die Diskussion über Sicherheit und Schutz von Personen in den Fokus gerückt.
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Quellen: n-tv