FIFA-Präsident Gianni Infantino wird im Rahmen des Kongresses des Fußball-Weltverbands in Vancouver keine Polizeieskorte erhalten. Dies wurde von der Polizei der Stadt bestätigt, die einen entsprechenden Antrag abgelehnt hat. Der Polizeivizepräsident Don Chapman erklärte: „Formelle Fahrzeugkonvois mit Verkehrssperrungen sind Staatsoberhäuptern vorbehalten.“
Die Polizei stellte zudem fest, dass die FIFA-Offiziellen nicht die erforderlichen Kriterien für international geschützte Personen erfüllen würden. Eine Eskorte würde mit Straßensperrungen und der Erlaubnis, rote Ampeln zu überfahren, einhergehen, was in diesem Fall abgelehnt wurde. Der Kongress findet am Donnerstag in Vancouver statt, wo sich die 211 Mitgliedsverbände des Weltverbands versammeln. Zuvor fanden bereits mehrere Sitzungen, darunter das Treffen des FIFA-Councils am Dienstag, statt, an dem auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf teilnahm.
Die FIFA wies darauf hin, dass der Weltverband nie eine spezifische Polizeieskorte für Infantino beantragt habe. „Der FIFA-Präsident war sich keiner Anfrage an die Behörden bezüglich seines Transports und Sicherheitsfragen für den 76. FIFA-Kongress bewusst oder daran beteiligt,“ hieß es in einer Mitteilung. Das kanadische WM-Organisationskomitee stehe in Kontakt mit den zuständigen Behörden, was dem üblichen Vorgehen bei früheren Veranstaltungen entspreche.
Stephanie Sayer, Sprecherin der Polizei von Toronto, erklärte, dass keine Eskorten für VIPs während der Weltmeisterschaft in diesem Sommer geplant seien. Jede Anfrage werde individuell geprüft, und die Polizei werde Mannschaften sowie bestimmte Offizielle begleiten, wenn ein eindeutiges Bedürfnis nach öffentlicher Sicherheit bestehe.
Die Weltmeisterschaft wird vom 11. Juni bis 19. Juli in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen. Vancouver ist neben Toronto einer der beiden Spielorte in Kanada.
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