Die Bürgermeisterin von Arcadia, einer Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien, ist nach schweren Spionagevorwürfen zurückgetreten. Das US-Justizministerium hat bekannt gegeben, dass Eileen Wang als illegale ausländische Agentin Chinas angeklagt wurde.
Rücktritt nach Anklage
Die 58-jährige Wang, die im November 2022 in den Stadtrat gewählt wurde, gab zu, in der Zeit von 2020 bis 2022 im Auftrag der Volksrepublik China gehandelt zu haben. Ihr droht eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Wang trat am 11. Mai 2026 sowohl von ihrem Amt als Bürgermeisterin als auch aus dem Stadtrat zurück.
Zusammenarbeit mit China
Wang und ihr damaliger Verlobter arbeiteten an einer Plattform namens „US News Center“, die sich als Nachrichtenquelle für chinesisch-amerikanische Bürger ausgab. Laut der Anklage verbreiteten sie Propaganda, die die Interessen Chinas fördern sollte. Dabei erhielten sie Anweisungen von der chinesischen Regierung und berichteten regelmäßig über die Reichweite ihrer Beiträge. Dies erinnert an Chinas Einfluss auf EU-finanzierte Nahverkehrsprojekte im Senegal.
Vorgefertigte Artikel und Anweisungen
In einem konkreten Fall wurde Wang angewiesen, einen Artikel zu veröffentlichen, der von einem Beamten der Volksrepublik China verfasst wurde. Dieser Artikel, der in der Los Angeles Times erschien, leugnete Vorwürfe von Völkermord und Zwangsarbeit. Die Informationen wurden Wang über verschlüsselte WeChat-Nachrichten übermittelt.
Reaktionen auf die Vorwürfe
Bill Essayli, stellvertretender US-Staatsanwalt, äußerte sich besorgt über die Aktivitäten ausländischer Agenten in den USA. Er betonte, dass solche Handlungen die Demokratie untergraben und die Institutionen des Landes gefährden. Diese Problematik wird auch in der wachsenden Skepsis der EU-Bürger gegenüber den USA deutlich.
„Frau Wang ist nur die jüngste in einer Reihe von Agenten der Volksrepublik China, und es sollte die Amerikaner zutiefst beunruhigen, dass sie es geschafft hat, in ihrer Stadt bis in die höchsten lokalen Ämter aufzusteigen“, sagte Essayli.
Vorheriger Verlobter bereits verurteilt
Wangs früherer Verlobter wurde bereits 2024 angeklagt und im Februar 2026 wegen seiner Rolle als verdeckter Agent der Volksrepublik China zu vier Jahren Haft verurteilt. Diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die wachsende Besorgnis über ausländische Einflussnahme in den USA. Die politische Landschaft verändert sich, wie auch die politische Neuausrichtung zeigt.
Die Vorwürfe gegen Wang sind Teil eines größeren Trends, der die Sicherheitsbehörden in den USA alarmiert. Experten warnen vor einer zunehmenden Bedrohung durch ausländische Agenten, die versuchen, Einfluss auf lokale und nationale Institutionen zu gewinnen.
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Quellen: n-tv, Der Spiegel
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