Der Eingriff von Donald Trump in die Baupläne der neuen Flugzeugträger der US-Marine hat Besorgnis ausgelöst. Ein Vorschlag, der hauptsächlich aus ästhetischen Überlegungen hervorging, könnte jedoch erhebliche finanzielle Konsequenzen für die Marine nach sich ziehen.
Berichten zufolge plant die US-Marine, die neuesten Flugzeugträger der Ford-Klasse nach den Vorlieben des Präsidenten zu gestalten. Eine mögliche Maßnahme wäre die Umgestaltung des Kontrollzentrums, das sich derzeit im hinteren Schiffsteil befindet. Trump bevorzugt einen Designansatz, der den Flugzeugträgern aus dem Zweiten Weltkrieg nachempfunden ist, bei denen der Kontrollturm, auch als „Insel“ bekannt, zentral auf dem Schiff positioniert wurde.
Anonyme Marinequellen warnen, dass solche Anpassungen an den derzeit im Bau befindlichen Schiffen zu erheblichen Verzögerungen und einem drastischen Anstieg der Kosten führen könnten. Momentan befinden sich drei Flugzeugträger der Ford-Klasse in verschiedenen Entwicklungsstufen: Die „USS John F. Kennedy“ steht kurz vor der Indienststellung, während die „USS Enterprise“ und die „USS Doris Miller“ noch in der Bauphase sind.
Der erste Träger dieser Klasse, die „USS Gerald R. Ford“, hat nach einer 17-jährigen Bauzeit bereits ihren Dienst aufgenommen. Dieses Schiff war im US-Angriffskrieg gegen den Iran involviert und hatte mit verschiedenen Problemen zu kämpfen, darunter ein Feuer, das Teile der Unterkünfte unbewohnbar machte, sowie Schwierigkeiten mit den sanitären Einrichtungen.
In den kommenden 40 Jahren plant die US-Marine den Bau von insgesamt zehn Flugzeugträgern der Ford-Klasse, wobei die Kosten pro Einheit auf etwa 22 Milliarden Dollar geschätzt werden. Diese neuen Träger sollen die seit den 1960er Jahren im Einsatz befindlichen Nimitz-Klasse-Schiffe ersetzen.
Eine Verlegung des Kontrollturms würde eine umfassende Neugestaltung der Schiffe notwendig machen, was laut Bryan Clark, einem Forscher am Hudson-Institut, „sehr störend“ wäre. Solche Änderungen könnten sich negativ auf den Auftrieb und das Gewicht der Schiffe auswirken und hohe Kosten verursachen.
Die Entscheidung für eine zentrale Platzierung des Kontrollturms hat mehrere Beweggründe. Diese Positionierung schafft zusätzlichen Raum für die Parkplätze der Kampfjets auf dem Oberdeck und ermöglicht schnellere Starts. Zudem erhöht sie die Sicherheit bei Landungen, da die Gefahr von Turbulenzen verringert wird.
Neben den ästhetischen Anpassungen plant Trump auch technische Änderungen an den Flugzeugträgern. So unterschrieb er ein Memorandum, das die Rückkehr zu traditionellen Dampfkatapulten anstelle des bereits auf der „USS Gerald R. Ford“ eingesetzten modernen elektromagnetischen Systems vorsieht. Trump argumentiert, dass die Investitionen in elektrische Katapulte nicht gerechtfertigt seien und dass die Dampfkatapulte weiterhin zum Einsatz kommen sollten. Experten warnen jedoch, dass diese Entscheidung zusätzliche Kosten in Höhe von Hunderten Millionen Dollar nach sich ziehen könnte.
Quellen: n-tv, Focus
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