Die Straße von Hormus ist derzeit durch den Iran blockiert, was zu erheblichen Einschränkungen im internationalen Handel führt. Teheran setzt dabei offenbar auch ferngesteuerte Minen ein. Die Räumung dieser Sprengkörper könnte sich als äußerst mühsam erweisen.
Selbst im Falle eines dauerhaften Abkommens zwischen den USA und dem Iran wird die Sicherung der Straße von Hormus voraussichtlich viel Zeit in Anspruch nehmen. Laut Informationen könnte die Minenräumung in der strategisch wichtigen Meerenge bis zu sechs Monate in Anspruch nehmen, wie aus einer Mitteilung des US-Verteidigungsministeriums an den Kongress hervorgeht.
In dieser Mitteilung wird darauf hingewiesen, dass der Iran möglicherweise mindestens 20 Minen in diesem wichtigen Wasserweg platziert hat. Einige dieser Minen wurden mithilfe von GPS ferngesteuert, was es den US-Streitkräften erschwert, sie während ihrer Einsätze zu entdecken. Andere Minen sollen von iranischen Streitkräften mit kleinen Booten ausgebracht worden sein.
Das Pentagon wollte keine Auskunft über die voraussichtliche Dauer der Minenräumung geben. Ein Sprecher bezeichnete die Berichterstattung als „falsch“ und „unpräzise“.
US-Präsident Donald Trump äußerte sich am Freitag zu einer laufenden Minenräumung in dem Seegebiet und erklärte: „Der Iran hat mit Hilfe der USA alle Seeminen geräumt oder ist dabei, sie zu räumen.“
Politische Reaktionen und Auswirkungen auf die Spritpreise
Der im Kongress präsentierte Zeitrahmen von sechs Monaten stieß sowohl bei den Demokraten als auch bei den Republikanern auf Unmut. Dies wird als weiteres Indiz gewertet, dass die Preise für Öl sowie für Benzin und Diesel noch lange nach einem möglichen dauerhaften Abkommen zwischen den beiden Staaten auf hohem Niveau bleiben könnten. Steigen die Ölpreise über 100 Dollar wegen wachsender Spannungen im Persischen Golf?
US-Energieminister Chris Wright hatte bereits am Wochenende angedeutet, dass die Spritpreise möglicherweise nicht so schnell sinken werden. In einem Interview mit CNN äußerte er sich zurückhaltend zur Frage, wann die Preise wieder unter drei US-Dollar pro Gallone (rund 2,55 Euro für knapp 3,8 Liter) fallen könnten. „Ich weiß nicht, ob das noch in diesem Jahr passieren kann. Es könnte auch erst nächstes Jahr so weit sein“, antwortete er.
Trump widersprach später den Aussagen seines Energieministers und sagte: „Nein, ich glaube, da liegt er falsch. Völlig falsch.“ Auf die Frage, wann er mit sinkenden Preisen rechne, antwortete er: „Sobald das hier vorbei ist.“
Wahlpolitische Implikationen
Die Frage der Spritpreise wird im Hinblick auf die bevorstehenden Zwischenwahlen im Kongress zunehmend bedeutend. Bei den Wahlen im November stehen ein Drittel des Senats und das gesamte Repräsentantenhaus zur Wahl. Derzeit hält die Partei von Trump in beiden Kammern des Kongresses eine Mehrheit.
Die Entwicklungen in der Straße von Hormus und die damit verbundenen wirtschaftlichen Auswirkungen könnten somit nicht nur geopolitische, sondern auch innenpolitische Konsequenzen haben. Eskalation im Persischen Golf: Trump kündigt Blockade der Straße von Hormus an – Osnabrücker Echo US-Blockade in der Straße von Hormus: Chinesischer Tanker setzt Kurs trotz Sanktionen – Osnabrücker Echo