Politik
US-Militärmission in der Straße von Hormus aufgrund saudischer Bedenken ausgesetzt
07.05.2026, 10:57 Uhr
US-Präsident Donald Trump hat den militärischen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus nach nur einem Tag abgebrochen. Der Einsatz, bekannt als „Project Freedom“, wurde vorübergehend ausgesetzt, um die Möglichkeit eines bevorstehenden Abkommens mit dem Iran zu prüfen. Trump erklärte, dass Pakistan und andere Länder um diese Pause gebeten hätten und dass es „große Fortschritte auf dem Weg zu einer umfassenden und endgültigen Vereinbarung“ mit dem Iran gebe.
Allerdings berichtet der US-Sender NBC News, dass die Entscheidung, den Einsatz zu stoppen, auch auf Spannungen mit Saudi-Arabien zurückzuführen sei. Laut dem Sender habe Riad dem US-Militär die Nutzung eines Stützpunkts im Land für die Operation untersagt, was zu der abrupten Entscheidung führte. Diese Situation erinnert an die Eskalation im Persischen Golf, als Trump eine Blockade der Straße von Hormus ankündigte.
Überraschung und Verärgerung in Riad
Die saudische Führung soll von Trumps Ankündigung, Schiffe durch die strategisch wichtige Straße von Hormus eskortieren zu wollen, überrascht und verärgert gewesen sein. Infolgedessen habe Saudi-Arabien Washington mitgeteilt, dass es den USA die Erlaubnis verweigern werde, Militärflugzeuge von dem Stützpunkt aus oder durch den saudischen Luftraum fliegen zu lassen. Eine saudische Quelle betonte, dass Saudi-Arabien die diplomatischen Bemühungen Pakistans nachdrücklich unterstütze.
„Aufgrund der geografischen Gegebenheiten ist die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern notwendig, um deren Luftraum entlang ihrer Grenzen nutzen zu können“, erklärte ein US-Beamter.
Trump habe versucht, die Situation in einem Telefonat mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman zu klären, jedoch ohne Erfolg. Der Präsident sah sich gezwungen, den Einsatz auszusetzen, um den Zugang des US-Militärs zu dem kritischen Luftraum zu sichern. Diese Entwicklungen werfen auch Fragen auf, wie die Trump-Regierung auf einen möglichen Wahlausgang reagieren könnte.
Reaktionen der Verbündeten
Auch andere Verbündete in der Golfregion seien von der Entscheidung überrascht gewesen. NBC News berichtet, dass Trump erst mit den Führern in Katar gesprochen habe, nachdem der Einsatz bereits begonnen hatte. Ein Sprecher des Weißen Hauses wies diese Behauptung zurück und erklärte, dass die regionalen Verbündeten im Voraus informiert worden seien.
Die militärischen Flugzeuge seien während des „Project Freedom“ entscheidend für den Schutz der Schiffe gewesen und hätten im Wesentlichen einen Schutzschirm gebildet, so der US-Beamte weiter.
Die Entwicklungen in der Straße von Hormus sind von großer Bedeutung, da diese Wasserstraße eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt darstellt. Die geopolitischen Spannungen in der Region haben in den letzten Jahren zugenommen, was die Sicherheitslage weiter kompliziert.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: depositptos