Die spanische Polizei hat Urlauber auf Mallorca vor einer neuen Betrugsmasche gewarnt. Bei dem sogenannten Quishing setzen Kriminelle manipulierte QR-Codes ein, um an persönliche Daten zu gelangen.
Was zunächst wie ein harmloser Scan mit dem Smartphone aussieht – beispielsweise auf einer Speisekarte oder an einem Parkautomaten – kann sich schnell als Falle entpuppen. Laut den Behörden breitet sich die Betrugsmasche des Quishing, eine Kombination aus den Begriffen Phishing und QR-Code, zunehmend in den touristischen Regionen Spaniens aus. Dabei werden gefälschte QR-Codes verbreitet. Die Polizei rät: „Achten Sie auf nachträglich aufgeklebte Sticker.“
Manipulierte QR-Codes an unerwarteten Orten
Wie genau gehen die Betrüger beim Quishing vor und was sind ihre Ziele? Die Kriminellen überkleben originale QR-Codes mit gefälschten Stickern oder platzieren eigene Codes an stark frequentierten Orten.
Gefälschte QR-Codes in Restaurants und an Parkautomaten
Besonders häufig sind solche manipulierten Codes an Orten zu finden, an denen Urlauber sie nicht erwarten, wie in Restaurants, an Parkautomaten oder sogar auf gefälschten Strafzetteln. Auch betrügerische E-Mails oder SMS mit QR-Codes sind im Umlauf. Die Polizei erklärt: „Die Masche funktioniert weniger über technische Raffinesse als über Gewohnheit.“ Viele Menschen sind mittlerweile so daran gewöhnt, QR-Codes zu scannen, dass sie den Vorgang nicht mehr hinterfragen. Weitere Informationen zu den Gefahren finden Sie in unserem Artikel über moderne Betrugsmaschen im Internet.
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Der Ablauf des Betrugs ist folgender: Nach dem Scannen öffnet sich automatisch ein Link, dessen Adresse viele Nutzer nicht überprüfen. Die gefälschten Seiten sind oft optisch kaum vom Original zu unterscheiden und fordern dazu auf, persönliche Daten wie E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder sogar Kreditkarteninformationen einzugeben. In einigen Fällen kann auch Schadsoftware auf dem Gerät installiert werden. Besonders betroffen sind oft Sparkassen-Kunden.
Schutzmaßnahmen gegen Quishing
Um sich vor Quishing zu schützen, empfiehlt die Polizei folgende Maßnahmen:
- QR-Codes sollten nur gescannt werden, wenn ihre Herkunft eindeutig ist.
- Auffällige Aufkleber oder überklebte Codes können ein Warnsignal sein.
- Die angezeigte Internetadresse sollte überprüft werden, bevor persönliche Daten eingegeben werden. Die Polizei erklärt in einem TikTok-Video: „Sowohl Android- als auch iOS-Geräte erlauben, den Kamera-Scanner so einzustellen, dass der vollständige Link angezeigt wird, bevor er geöffnet wird.“
- Sensible Informationen sollten nicht über unbekannte Links übermittelt werden.
Wenn der Verdacht besteht, Opfer von Quishing geworden zu sein, ist schnelles Handeln erforderlich. Beenden Sie sofort alle laufenden Vorgänge und setzen Sie sich umgehend mit Ihrer Bank in Verbindung, um mögliche Abbuchungen zu stoppen. Es ist ratsam, die wichtigsten Passwörter zu ändern, insbesondere für E-Mail-Konten und Bankzugänge. Zudem sollte das Gerät auf mögliche Schadsoftware überprüft werden und der Vorfall genau dokumentiert werden. Schließlich sollte eine Anzeige erstattet werden. Weitere Informationen finden Sie auch im Zusammenhang mit dem Blitzermarathon 2026.
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