Politik
Mögliche chinesische Beteiligung am Abschuss eines US-Kampfjets durch den Iran
30.05.2026, 11:00 Uhr
Während des Iran-Kriegs wurde erstmals seit vielen Jahren ein US-Kampfjet durch feindliches Feuer abgeschossen. In einer dramatischen Militäraktion gelang es, auch das zweite vermisste US-Besatzungsmitglied zu retten. Berichten zufolge könnte China in den Abschuss involviert sein.
Der im April über dem Südwesten Irans abgeschossene F-15-Kampfjet wurde möglicherweise von einer in China hergestellten schultergestützten Rakete getroffen. In der Anfangsphase des Konflikts könnte China dem Iran auch ein Langstrecken-Frühwarnradar zur Verfügung gestellt haben, das US-Tarnkappenflugzeuge aufspürt, die eigentlich der Entdeckung entgehen sollen. US-Behörden untersuchen weiterhin die Umstände des Abschusses der amerikanischen F-15E Strike Eagle.
Das Kampfflugzeug wurde Anfang April von iranischen Kräften abgeschossen. Beide US-Besatzungsmitglieder konnten sich mit Hilfe des Schleudersitzes retten. Der Pilot wurde rasch von US-Truppen gerettet, während die Suche nach dem Waffenoffizier zu einem Wettrennen zwischen den Kräften Teherans und Washingtons wurde. Schließlich konnte auch das zweite Besatzungsmitglied nach zwei Tagen durch das US-Militär gerettet werden. Dabei waren Dutzende Flugzeuge, Drohnen und Helikopter verschiedener Typen im Einsatz. Es war das erste Mal seit Jahrzehnten, dass ein US-Kampfjet durch feindliche Einwirkung abgeschossen wurde.
Unklarheiten über die militärische Ausrüstung
Wann genau China die militärische Ausrüstung an den Iran übergeben hat, ist unklar. Die schultergestützte Rakete, die vermutlich die F-15 abgeschossen hat, könnte erst kürzlich an den Iran geliefert worden sein oder aus älteren Beständen stammen. Ebenso unklar ist, ob das Radar, bekannt als YLC-8B, während des Krieges im Einsatz war.
US-Präsident Donald Trump äußerte sich zu dem Vorfall und erklärte, das Flugzeug sei von einer schultergestützten Rakete getroffen worden. Diese etwa 2,1 Meter langen und 18 Kilogramm schweren Raketen, auch als tragbare Luftverteidigungssysteme oder Manpads bekannt, bieten eine kostengünstige und effektive Möglichkeit, tieffliegende Flugzeuge abzuschießen. In einem Interview mit Fox News sagte Trump, Chinas Staatspräsident Xi Jinping habe ihm versichert, dass China keine Militärausrüstung an den Iran liefern werde. „Präsident Xi hat mir versprochen, dass er keine Waffen an den Iran liefert. Das ist ein wunderbares Versprechen. Ich nehme ihn beim Wort. Ich habe es sehr geschätzt“, so Trump vor Reportern im Weißen Haus.
Peking weist Vorwürfe zurück
Auf die Frage nach dem Abschuss der F-15 erklärte ein Sprecher der chinesischen Botschaft, dass China beim Export von Militärgütern stets umsichtig und verantwortungsbewusst handle und strenge Kontrollen gemäß den chinesischen Exportkontrollgesetzen sowie den geltenden internationalen Verpflichtungen ausübe. China lehne unbegründete Verleumdungen und böswillige Assoziationen entschieden ab.
US-Geheimdienstberichte deuten jedoch darauf hin, dass China plant, dem Iran in den kommenden Wochen neue Luftverteidigungssysteme zu liefern. Laut einem Nachrichtensender gibt es Anzeichen dafür, dass China versucht, die Lieferungen über Drittländer zu leiten, um ihre Herkunft zu verschleiern. Ehemalige nationale Sicherheitsbeamte vermuten, dass US-Beamte diese Informationen möglicherweise absichtlich durchgestochen haben, um Chinas Pläne aufzudecken – eine Taktik, die bereits von früheren Regierungen angewandt wurde. Für weitere Informationen über die geopolitischen Spannungen und die Rolle des Iran in diesem Kontext, lesen Sie auch unseren Artikel über Debattieren oder Drohen: Der Iran im Spiel der geopolitischen Macht.
Zusätzlich zeigt eine CIA-Analyse, dass der Iran trotz der US-Blockade widerstandsfähig bleibt, was die strategischen Überlegungen der USA betrifft. Auch die Unzufriedenheit der US-Bürger mit den Spritpreisen und der fehlenden Orientierung im Iran-Konflikt ist ein wichtiges Thema in der aktuellen politischen Diskussion.
„`
Quellen: n-tv