Die Polizei in Texas hat drei Jugendliche festgenommen, die während einer stundenlangen Amokfahrt durch Austin vier Menschen zum Teil schwer verletzten. Die Verdächtigen, die von der Polizeichefin Lisa Davis als „gefährliche Kinder“ bezeichnet wurden, begannen ihre gefährliche Aktion am Samstagnachmittag. Der letzte der drei Jugendlichen wurde am Sonntagabend gefasst. In der Stadt herrschte während dieser Zeit höchste Alarmbereitschaft, und die Bevölkerung wurde aufgefordert, ihre Fahrzeuge abzuschließen und zu Hause zu bleiben.
Erste Vorfälle und anschließende Schüsse
Die Polizei wurde erstmals am Samstag um 15:45 Uhr alarmiert, nachdem die Jugendlichen auf eine Feuerwehrwache geschossen hatten. Am Nachmittag und Abend blieb es zunächst ruhig, doch am Sonntagmorgen brachen die Teenager erneut auf. Um 8:47 Uhr wurde ein Mann, der mit seinem Hund spazieren ging, in den Rücken geschossen. Die Ermittler konnten schnell eine Verbindung zwischen diesem Vorfall und dem vorherigen Angriff herstellen, was zu einer Flut weiterer Notrufe führte.
Schüsse auf Menschen und Gebäude
Die Jugendlichen eröffneten das Feuer auf Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und eine weitere Feuerwehrwache. Eine Verkehrsüberwachungskamera zeichnete auf, wie sie vor einem Supermarkt auf Kunden schossen. Insgesamt wurden vier Personen durch die Schüsse verletzt, wobei ein Mann in Lebensgefahr schwebte, wie Rob Luckridge, der Leiter des Rettungsdienstes, auf einer Pressekonferenz erklärte. Ähnliche Vorfälle, wie der Vorfall in Leipzig, zeigen, dass solche Gewalttaten leider nicht selten sind.
Intensive Fahndung nach den Tätern
Insgesamt kam es an zwölf verschiedenen Orten zu Schüssen, die die Minderjährigen aus gestohlenen Autos abfeuerten. „Die ständigen Fahrzeugwechsel erschwerten die Suche nach ihnen“, sagte Davis. Die Jugendlichen hatten die Autos einfach vom Straßenrand gestohlen. Die Polizei setzte nicht nur zahlreiche Streifenwagen, sondern auch Hubschrauber, Drohnen und Spürhunde ein. Unterstützung erhielt die Polizei von dem Sheriff des Landkreises und der Polizei der benachbarten Stadt Manor.
Festnahme der Verdächtigen
Am Sonntagnachmittag entdeckten Beamte in Manor ein Fahrzeug, in dem die Insassen sehr jung aussahen. Die Polizei nahm sofort die Verfolgung auf. Als die Jugendlichen einen Unfall verursachten, flohen sie zu Fuß. Zwei von ihnen, ein 15-Jähriger und ein 17-Jähriger, wurden schnell gefasst. Der dritte Verdächtige, dessen genaues Alter nicht bekannt gegeben wurde, wurde am Abend festgenommen. Davis erklärte, er sei „in derselben Altersgruppe“ wie die beiden anderen. In einem anderen Fall, bei dem die Polizei in Linz mit Schusswaffengebrauch auf einen Angriff reagierte, zeigt sich, wie ernst die Lage in solchen Situationen ist.
Motiv und rechtliche Konsequenzen
Die Jugendlichen zeigten sich offenbar nicht gesprächsbereit. „Ich weiß nicht, welches Motiv jemanden dazu bringen könnte, sinnlos in dieser Stadt herumzufahren und um sich zu schießen“, sagte Davis. Die Verdächtigen befinden sich nun in Untersuchungshaft. Gegen zwei von ihnen liegen bereits Haftbefehle wegen des Diebstahls von Waffen vor. Vor ihrer Amokfahrt hatten sie in einem Waffengeschäft Pistolen entwendet. Die Ermittler gehen davon aus, dass weitere Haftbefehle folgen werden, unter anderem wegen Autodiebstahls, Körperverletzung und Schießen. Ein ähnlicher Fall, bei dem eine Leiche entdeckt wurde, zeigt die Tragik solcher Taten.
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Quellen: n-tv, city-tourist
Bildquelle: depositphotos