Immer wieder kommt es in der rumänischen Grenzregion zur Ukraine zu militärischen Vorfällen. In einem aktuellen Ereignis ist eine mit Sprengstoff beladene russische Drohne in ein Hochhaus in der Stadt Galati eingeschlagen. Dabei wurden zwei Personen leicht verletzt.
Details zum Vorfall
Die Drohne traf am frühen Morgen ein Apartment im zehnten Stock des Wohnhauses und löste ein Feuer aus. Laut Angaben der rumänischen Katastrophenschutzbehörde detonierte die gesamte Sprengladung der Drohne. Rund 70 Menschen konnten aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht werden, und die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen.
Reaktionen der Behörden
Das Verteidigungsministerium in Bukarest gab bekannt, dass Russland in der Nacht zuvor erneut zivile Ziele in der Nähe der Grenze zur Ukraine mit Drohnen angegriffen habe. Eine dieser Drohnen sei in den rumänischen Luftraum eingedrungen und über dem Hochhaus in Galati abgestürzt. Um 01:19 Uhr wurden zwei F-16-Kampfflugzeuge vom Militärstützpunkt Fetesti in die Luft geschickt, unterstützt von einem Hubschrauber der rumänischen Luftwaffe. Die Situation wurde als dynamisch beschrieben.
Weitere Entwicklungen
Das Innenministerium Rumäniens teilte mit, dass zunächst keine weiteren Drohnen gesichtet wurden. Ein auf Explosionen spezialisiertes Ermittlerteam machte sich auf den Weg zum Einsatzort. Galati liegt an der Donau, nur wenige Kilometer von den Grenzen zur Republik Moldau und zur Ukraine entfernt. In den frühen Morgenstunden wurden zudem Drohnenangriffe auf das Gebiet um den ukrainischen Hafen Ismajil in der südlichen Oblast Odessa gemeldet, das etwa 90 Kilometer von Galati entfernt ist. Eine der Drohnen hatte sich in Stromleitungen verfangen, was die Versorgung in fünf Dörfern vorübergehend unterbrach. Weitere Informationen zu den Auswirkungen solcher Vorfälle finden Sie in unserem Artikel über Strahlungsrisiken im Blick.
Frühere Vorfälle
In einem weiteren Vorfall wurde bereits am späten Donnerstagabend eine Drohne ohne Sprengladung im Nordwesten Rumäniens entdeckt. Das Gebiet um die Ortschaft Basesti im Kreis Maramures wurde gesichert, während die Herkunft des etwa drei Meter großen Fluggeräts untersucht wird. Diese Entwicklungen sind Teil eines größeren Musters, das auch Gebietsverluste in der Ukraine umfasst.
Zusätzlich gab es Berichte über Krankheitssymptome bei Passagieren während Rückführungen, die ebenfalls im Zusammenhang mit der aktuellen Situation stehen könnten.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: depositphotos